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Die Eisbären (v.l. Mulock, Weiß und Felski) wurden bereits drei Mal Deutscher Meister © imago

Nach dem 3:2-Heimsieg zum Auftakt der CHL kommen Eisbären-Manager Peter John Lee und Trainer Don Jackson ins Schwärmen.

Berlin - Manager Peter John Lee geriet nach dem perfekten Auftakt seiner Eisbären Berlin in der neuen europäischen Champions Hockey League (CHL) ins Schwärmen.

"Ich bin stolz auf das Team. Der Auftritt hat mir sehr viel Freude bereitet. Wir haben sehr gut Eishockey gespielt und verdient gewonnen. Kompliment an die Mannschaft", sagte der Kanadier nach dem 3:2-Heimsieg des deutschen Meisters gegen den finnischen Champion Kärpät Oulu.

"Das war ein sehr gutes Niveau. Vor dem Spiel war ich schon nervös. Aber der Sieg hat gezeigt, dass die DEL sehr gut ist", erklärte Lee und freute sich besonders über die Reaktion des Teams nach der 2:3-Niederlage am vergangenen Wochenende bei den Krefeld Pinguinen in der DEL.

Eisbären mit Blitzstart

Zum Auftakt der lukrativen "Königsklasse" hatten die Gastgeber trotz der Ausfälle von Florian Busch (Überdehnung im Handgelenk) und Richie Regehr (Fingerfraktur) vor 13.000 Zuschauer einen Blitzstart hingelegt.

Bereits nach 95 Sekunden traf Tyson Mulock zum 1:0. Nach dem Ausgleich durch Ilkka Mikkola (5.) erhöhten Andre Rankel (21.) und Denis Pederson (41.) für die Eisbären.

Toni Koivisto (48.) konnte für die Finnen nur noch verkürzen, so dass die 50.000 Euro Siegprämie nach Berlin gingen.

350.000 Euro sicher

Damit haben die Eisbären bereits 350.000 Euro auf dem CHL-Konto, denn schon die Antrittsgage betrug 300.000 Euro.

Insgesamt schüttet die neue CHL zehn Millionen Euro Preisgeld aus . So viel wie noch nie bei einem europäischen Eishockey-Turnier. Allein der Gesamtsieger erhält eine Million Euro, im Idealfall sind sogar 1,7 Millionen Euro möglich.

Hohes Tempo beeindruckt

Die Spieler waren vor allem vom Tempo in der CHL beeindruckt. "Das war extremes Highspeed-Eishockey", sagte Berlins Verteidiger Deron Quint.

Eisbären-Urgestein Sven Felski stimmte zu: "Ich habe schon gemerkt, dass in der CHL noch viel schneller als in der DEL gespielt wird."

Berlins Trainer Don Jackson will nun den Schwung des Autakterfolgs mit in die nächsten Spiele nehmen: "Ich hoffe, dass meine Jungs jetzt so weiterspielen. Ich bin stolz auf diese Mannschaft."

Nächstes Spiel in Russland

Allerdings mussten die Berliner den Sieg teuer bezahlen: Verteidiger Brandon Smith zog sich eine Schulterverletzung und droht mehrere Wochen auszufallen.

Zum zweiten Spiel in der Dreier-Gruppe muss der Klub aus der Hauptstadt am 29. Oktober zu Metallurg Magnitogorsk reisen, dem russischen Sieger des CHL-Vorgängers European Champions Cup.

Nur der Gruppenerste erreicht das Halbfinale. "Ein Sieg über den mehrfachen finnischen Meister zeigt uns, dass die DEL in etwa gleichauf mit Finnlands Liga ist. Wir machen uns aber nichts vor. Es wird schwer, in unserer Gruppe Erster zu werden", sagte Eisbären-Stürmer Alexander Weiß.

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