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Die Arena am Berliner Ostbahnhof ist das neue Zuhause der Eisbären © imago

Wenn die Eisbären am Sonntag gegen die Augsburger Panther antreten, weihen die Berliner zugleich ihre neue Heimat ein

Berlin - Sportliche Siege sind beim deutschen Eishockey-Meister Eisbären Berlin bereits der Normalfall, nun soll auch wirtschaftlich eine erfolgreiche Ära eingeläutet werden.

Wenn der Titelverteidiger in der DEL am Sonntag gegen die Augsburger Panther mit der 165 Millionen Euro teuren Arena am Ostbahnhof seine neue Heimat einweiht, beginnt für die Berliner eine neue Zeitrechung.

"Das wird etwas ganz Besonderes für die Spieler. Wir hatten mit 5000 Fans im Wellblechpalast eine schöne Atmosphäre. Mit fast 15.000 Fans in der neuen Arena wird sie dreimal so schön", sagt Eisbären-Manager Peter John Lee vor der Heimpremiere in der modernsten Multifunktionshalle Europas, die mit 14.200 Zuschauern seit langem ausverkauft ist.

LED-Leinwand und Bootsanleger

Die Zahlen der durch die Anschutz Entertainment Group (AEG) des milliardenschweren Eisbären-Besitzers Philip Anschutz erbauten Halle am Spreeufer lesen sich eindrucksvoll.

Ein 60.000 Quadratmeter großes Areal, 59 geräumige VIP-Suiten, ein achtseitiger Videowürfel in der Größe eines Einfamilienhauses, und auf der Außenseite eine zwölf Meter hohe und 120 Meter breite LED-Leinwand. Selbst einen eigenen Bootsanleger gibt es.

"Ganz neue Dimension"

"Das ist eine ganz neue Dimension", erklärt Lee, dessen Klub zukünftig auch wirtschaftlich im Konzert der Großen mitspielen will. "Ohne Frage können wir jetzt auch finanziellen Erfolg verbuchen, sprich ein wenig mehr Geld verdienen", meint der Kanadier.

Da das neue Domizil rund 10.000 Fans mehr als der beliebte, aber altersschwache Wellblechpalast fasst, sind höhere Zuschauereinnahmen zu erwarten. Auch durch bessere Vermarktungsmöglichkeiten hat der finanzielle Spielraum für den Titelverteidiger stark zugenommen. So kletterte der Etat um 1,7 auf geschätzte 7,7 Millionen Euro.

Stehplatztribüne für die Fans

Die Eisbären haben sich aber nicht gänzlich aus dem Berliner Stadtteil Hohenschönhausen verabschiedet. Zum Training kommen die Spieler weiterhin in den Wellblechpalast.

Und um die Stimmung des 4695 Zuschauer fassenden "Welli" teilweise nach Friedrichshain zu retten, wurde extra für die Eisbären-Fans eine Stehplatztribüne mit 2000 Plätzen in die Halle eingebaut.

"Schönste Arena in Europa"

"Mit der neuen Halle haben wir die schönste Arena in ganz Deutschland, ja sogar Europa. Da macht Eishockey richtig Laune", sagt Eisbären-Stürmer Stefan Ustorf, der mit der Mannschaft auch in sportlicher Hinsicht gut in die neue DEL-Saison startete.

Am ersten Wochenende bezwang der Titelverteidiger auswärts gleich Vizemeister Kölner Haie und den Vorrunden-Primus der Vorsaison, die Nürnberg Ice Tigers.

Ausgerechnet Sven Felski wird den Heim-Auftakt allerdings verpassen. Der Nationalspieler war nach einem brutalen Foul zum DEL-Auftakt für vier Spiele gesperrt worden. "Ich habe mir selbst am meisten geschadet. Denn ich kann mein erstes Spiel in der neuen Arena kaum erwarten", schrieb Felski im "Berliner Kurier".

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