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Doug Mason steht seit 2006 bei den Kölner Haien an der Bande © getty

Nach dem miserablen Saisonstart reagiert Haie-Coach Doug Mason genervt auf Berichte über ein Ultimatum.

Von Andreas Kloo

München/Köln - Vier Spiele, vier Niederlagen - der Fehlstart der Kölner Haie hat historische Ausmaße angenommen.

Als die Domstädter zuletzt so schlecht in die Saison starteten, hieß der Klub offiziell noch Kölner EC und nicht Kölner Haie. 35 Jahre ist dies nun her.

Laut Kölner Medien setzten die Haie Coach Doug Mason bereits ein Ultimatum. Wie der "Express" berichtet, muss der Kanadier bei einer Niederlage gegen Kassel (So, 14.30 Uhr LIVESCORES) seinen Stuhl räumen.

Mason selbst weiß nichts von einer solchen Drohung.

Angefressener Mason

"Ein Ultimatum? Ein Geschäftsführer, der einem Trainer ein Ultimatum stellt, ist ein Idiot. Thomas Eichin ist aber kein Idiot, sondern ein sehr intelligenter Mann. Er arbeitet höchst professionell", reagiert Mason bei Sport1.de sichtlich angefressen

Selbstverständlich ist aber auch Mason klar, dass seine Mannschaft am Sonntag gegen Kassel dringend einen Sieg braucht, um wieder Selbstvertrauen zu erlangen. Dies ist den Haien mittlerweile völlig abhanden gekommen.

Nach dem 4:6 gegen Iserlohn war Mason fassungslos: "Erfahrene Spieler haben Fehler gemacht, wie ich sie von ihnen noch nie gesehen habe." Vor allem im zweiten Drittel stand sein Team völlig neben sich. Mit 3:0 ging der mittlerer Spielabschnitt an die Roosters.

Gogulla im NHL-Trainingscamp

Die Verunsicherung in der Mannschaft ist deutlich zu spüren.

"Der Druck ist riesig hier in Köln, dazu kommen die Ausfälle von Robert Müller, von Dave McLlwain und ein extrem ungünstiger Spielplan mit dem Auftakt gegen den Meister und die DEG, die für mich auch zu den Titelfavoriten gehören", zählt Mason die Gründe für das bisher schlechte Abschneiden auf.

Zu den fehlenden Spielern gesellt sich nun auch noch Philipp Gogulla hinzu, der eine Woche im Trainingslager der Buffalo Sabres weilt. Der NHL-Klub hatte Gogulla bereits 2005 "gedraftet".

Griff in die Psychologen-Kiste

Angesichts der schwierigen Situation ist es für Mason keine leichte Aufgabe, die Mannschaft wieder aufzurichten. Da ist der Psychologe in ihm gefragt.

"Es ist noch nichts passiert. Die Saison ist noch lange. Positiv denken und sich auf die nächste Aufgabe konzentrieren." Mit diesen Worten will der 53-Jährige seinem Team den Druck nehmen.

Doch der Druck auf seine eigene Person dürfte nach einer erneuten Pleite gegen Kassel extrem ansteigen. Ob Mason dieser Situation gewachsen ist, muss er beweisen.

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