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Die Trainer der 15 DEL-Teams setzen mehrheitlich auf Eisbären und Adler © getty

Kurz vor dem Saison-Start sind sich die DEL-Trainer bei ihren Meister-Tipps weitgehend einig. Es gibt aber auch drei Geheimtipps.

Berlin - Titelverteidiger gegen Rekordmeister, eingespieltes Team gegen eingekauftes Starensemble:

Die Meisterschaft in der am Donnerstag beginnenden 16. Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) machen die Eisbären Berlin und Adler Mannheim unter sich aus.

Das zumindest ist die Meinung der 15 DEL-Trainer in einer Umfrage des Sport-Informations-Dienstes (SID).

Demnach ist Berlin mit 13 Nennungen der heißeste Titelanwärter, doch neun Coaches trauen auch den Adlern den großen Coup zu.

Jackson tippt aufs eigene Team

"Mannheim holt immer die besten Leute und gibt das meiste Geld aus. Berlin hat schon über Jahre hinweg eine sehr stabile Mannschaft", sagte Hans Zach, Trainer der Hannover Scorpions, und spricht damit für sechs seiner Kollegen, die wie der ehemalige Bundestrainer beide Klubs auf dem Meister-Zettel haben.

Die beiden Teams wehren sich nicht gegen die Favoriten-Bürde. "Mein Meistertipp heißt Eisbären", sagte Berlins Trainer Don Jackson selbstbewusst.

Eisbären-Mannschaft bleibt zusammen

Das große Plus des viermaligen Champions ist die Eingespieltheit. Bis auf Deron Quint, Nathan Robinson und Mark Beaufait, die durch Derrick Walser, Marvin Degon und den kanadischen Ex-Weltmeister Jeff Friesen mindestens gleichwertig ersetzt wurden, blieb die Meistermannschaft zusammen.

Zudem erhoffen sich die Verantwortlichen von der jungen deutschen Garde um Florian Busch, der nach dem Aussetzen der Zweijahressperre wegen Verstoßes gegen Dopingrichtlinien wohl zumindest zum Saisonstart auflaufen wird, einen weiteren Entwicklungssprung.

Mannheim kauft groß ein

Mit einer völlig anderen Strategie gehen die Mannheimer ab dem Eröffnungsspiel am Donnerstag gegen die Nürnberg Ice Tigers auf Eisbären-Jagd. "Wir möchten uns nicht hinter den Berlinern verstecken, sondern sie angreifen", sagte der neue Adler-Coach Doug Mason.

Nach zwei enttäuschenden Jahren mit Viertel- und Halbfinal-Aus will der sechsmalige Meister die Machtverhältnisse in der Liga wieder zurechtrücken und lässt sich dieses Ziel einiges kosten.

Gegen den Branchentrend kauften die Adler groß ein und lockten Top-Spieler wie Rückkehrer Robinson, Jame Pollock und Andy Hedlund in die Kurpfalz. Vor allem die vier ausgeglichen besetzten Sturmreihen sind zumindest auf dem Papier in der Liga unerreicht. "Mannheim hat meiner Meinung nach den stärksten Kader", glaubt Jürgen Rumrich, Trainer der Straubing Tigers.

DEG, Lions und Huskies als Geheimtipp

Im Schatten der beiden großen Top-Favoriten räumen die DEL-Trainer lediglich der Düsseldorfer EG, den Frankfurt Lions und den Kassel Huskies (je eine Nennung) Außenseiterchancen ein.

Vizemeister Düsseldorf konnte fast alle Leistungsträger an Bord halten und zudem namhafte Spieler wie Torhüter Jean-Sebastien Aubin und Jason Holland verpflichten.

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