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Nathan Robinson absolvierte sieben Spiele in der NHL für Detroit und Boston © imago

Im Interview mit Sport1.de spricht Adler-Stürmer Nathan Robinson über seine Rückkehr nach Mannheim und die Erwartungen.

Von Rainer Nachtwey

München/Mannheim - Geht es nach dem Gesetz der Serie, werden die Adler Mannheim in der Saison 2009/2010 neuer DEL-Champion.

Denn die Kurpfälzer haben sich die personifizierte Erfolgsgarantie gesichert: Nathan Robinson.

Der kanadische Flügelstürmer spielt seit drei Jahren in der DEL, in allen drei Jahren gewann er die Meisterschaft - 2007 mit den Adler Mannheim, 2008 und 2009 mit den Eisbären Berlin.

Nun kehrte der 27-Jährige nach zwei Jahren in der Bundeshauptstadt "heim" zu den Adlern. "Für mich ist Mannheim wie ein zweites Zuhause", sagt Robinson bei Sport1.de.

Im Interview spricht der dreimalige DEL All-Star über seine Ziele, Teamgeist, seine Rückkehr nach Mannheim und den Traum NHL.

Sport1.de: Herr Robinson, Sie haben zwei Meisterschaften mit den Eisbären gewonnen. Warum sind Sie nach Mannheim zurückgekehrt?

Nathan Robinson: Business. Ich habe ein tolles Angebot von den Adlern erhalten und da habe ich zugegriffen. Außerdem kannte ich den Klub und die Strukturen. Das hat mir bereits in meinem ersten Jahr sehr gut gefallen.

Sport1.de: Sie waren sehr erfolgreich bei den Eisbären. Waren Sie nicht traurig, Berlin zu verlassen?

Robinson: Nein, gar nicht. Ich hatte das Gefühl, weiterziehen zu müssen. Aber es ist für mich auch eine Rückkehr. Ich kenne viele Leute aus der Mannschaft wie Pascal Trepanier, Francois Methot, habe mit ihnen bereits in meinem ersten Jahr in Mannheim gespielt. Für mich ist Mannheim wie ein zweites Zuhause. Es ist fast vergleichbar mit meiner Heimatstadt Kingston in Ontario. Es ist eine eishockeyverrückte Stadt. Und das mag ich.

Sport1.de: Gibt es etwas, was Sie aus Berlin vermissen?

Robinson: Die Stadt Berlin ist großartig, eine wunderschöne Stadt. Ich war dort sehr erfolgreich mit den zwei Meisterschaften. Wir hatten eine großartige Mannschaft, gute Spieler. Aber am Ende war es doch eine Entscheidung des Geldes.

Sport1.de: Was sind Ihre Ziele mit den Adlern?

Robinson: Unser Ziel muss es sein, alles zu gewinnen. Nicht weniger. Die Adler haben generell hohe Erwartungen. Natürlich die Meisterschaft, aber auch der Spengler Cup ist dieses Jahr eine große Herausforderung. Wir haben die Mannschaft dazu. Die beiden Titel sind unsere großen Ziele.

Sport1.de: Wie sind Sie in der Mannschaft aufgenommen worden?

Robinson: Sehr gut. Wir müssen zwar noch am Teamgeist arbeiten, aber das ist normal, dass der sich erst mit den ersten Spielen entwickelt. In der Vorbereitung ist das schwer. Teamgeist braucht Zeit, bei jeder Mannschaft. Die einen brauchen weniger Zeit dafür, die anderen mehr. Bei uns geht es sehr schnell. Aber bis Ende September werden wir einen guten Teamgeist und Zusammenhalt in der Mannschaft haben. Davon können Sie ausgehen.

Sport1.de: Wer sind neben Mannheim Ihre Kandidaten auf die Meisterschaft?

Robinson: Mannheim.

Sport1.de: Gibt es keine weiteren?

Robinson: Ich gehe davon aus, dass wir dieses Jahr alles gewinnen. Ich will andere Teams nicht schlecht machen, aber wir sind dieses Jahr so stark, dass wir sehr erfolgreich sein werden und nicht auf andere Teams schauen müssen. Es gibt also keinen Grund, auf wen anderes zu setzen.

Sport1.de: Sie haben in der NHL bei den Detroit Red Wings und Boston Bruins gespielt. Ist es für Sie immer noch ein Traum, in die NHL zurückzukehren?

Robinson: Es wird immer ein Traum bleiben, auf dem höchsten Level spielen zu dürfen. Für jeden Spieler auf der Welt ist die NHL das Ziel. Ich habe seit meiner Kindheit immer versucht, mich mit den Besten zu messen. Ich hatte die Möglichkeit, in der NHL zu spielen. Ich habe nicht besonders viel Eiszeit erhalten, aber ich habe dort gespielt. Nicht jeder kann behaupten, ein NHL-Spiel bestritten zu haben. Für mich ist damals ein Traum wahr geworden. Aber dann habe ich die Entscheidung getroffen, nach Europa zu gehen, um mich hier als Spieler und auch als Mensch weiterzuentwickeln. Ich bin ein Wettkampftyp und werde es immer bleiben, und deshalb wird die NHL auch immer ein Thema für mich bleiben.

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