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Andreas Renz (l.) absolvierte für die Kölner Haie schon über 400 DEL-Partien © imago

Nach vier Punkten aus zwei Spielen sind die Fans der Kölner Haie euphorisiert. Andreas Renz warnt aber vor überzogenen Erwartungen.

Von Björn Seitner

München - Thomas Eichin wusste, um was es am vergangenen Sonntag gegen die Kassel Huskies ging für die Kölner Haie.

"So nervös wie vor diesem Spiel war ich ehrlich gesagt noch nie", sagte der Geschäftsführer der Kölner hernach dem Kölner "Express".

Und auch die Spieler waren aufgeregt, "gerade die Jungs, die letzte Saison schon dabei waren", wie Verteidiger Andreas Renz im Gespräch mit Sport1.de bestätigt.

Der Hintergrund: Die vergangene Spielzeit war für den KEC eine einzige Katastrophe. Am Ende stand Platz 15 zu Buche, die leidenschaftlichen Fans wandten sich teilweise vom Team ab.

Fans schon euphorisiert

Doch mit nur zwei Auftritten in der neuen DEL-Saison haben die Haie schon wieder eine Euphorie ausgelöst, wie sie wohl nur in Köln möglich ist.

Nach dem 5:1-Sieg gegen die Huskies skandierten die 10.000 Haie-Anhänger in der Kölner Arena: "Der KEC ist wieder da" und träumten von den besseren Tagen des achtmaligen deutschen Meisters an.

"Die Fans waren begeistert. Unser Ziel war es, besser in die Saison zu starten als letztes Jahr. Auf unsere Leistung können wir jetzt aufbauen, aber wir haben ein hartes Programm vor uns", erklärt Renz, der bereits 420-mal in der DEL für die Haie auf dem Eis stand.

Renz: Feuertaufe überstanden

Der bessere Start ist Köln auf jeden Fall geglückt. In der vergangenen Saison hatte man noch die ersten sechs Begegnungen verloren. Gleiches ist nicht wieder zu befürchten, meint Renz:

"Wir haben jetzt wieder die nötige Qualität im Team, sind bissiger und aggressiver. Wir werden mehr kämpfen als letzte Jahr".

Grundsätzlich sei man eine andere Mannschaft als letztes Jahr. Und so soll das Spiel gegen die Huskies auch nur der Anfang gewesen sein.

"Wir sind jetzt durch die Feuertaufe und können wieder befreit aufspielen", blickt Renz vor dem Spiel bei den Krefeld Pinguinen (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) voraus.

In Iserlohn Moral bewiesen

Davon ist auch Eichin überzeugt, der sich vor allem auch über die wirstchaftlichen Vorteile der neuen Truppe freut. "Wir haben jetzt eine billige, aber sehr heiße Mannschaft, mit der wir die Fans zurückgewinnen wollen", sagte er.

Hoffnung macht den Haie-Verantwortlichen, dass sich die Mannschaft beim ersten Saisonspiel in Iserlohn nach einem Fehlstart gegen die Niederlage stemmte - und nach 0:3-Rückstand zumindest noch einen Punkt holte.

"Den Rückstand in Iserlohn in zehn Minuten aufzuholen, war sehr schwer, da hat die Mannschaft alles aus sich herausgeholt", blickt Renz im Gespräch mit Sport1.de zurück.

"Das waren erst zwei Schritte"

Während die Fans träumen dürfen, tritt Renz schon auf die Euphoriebremse. "Das war bisher nur ein kleiner Start - die ersten zwei Schritte. Unser Ziel sind die Playoffs. Wenn wir das erreicht haben, können wir sagen, der KEC ist wieder da", warnt er.

Mit seiner langjährigen Erfahrung weiß er ganz genau, dass die Mannschaft mit Trainer Igor Pavlov noch einige Baustellen bearbeiten muss:

"Nach der Vorbereitung hat jedes Team noch seine Baustellen. Wir müssen hinten kompakter stehen, aber auch in der Offensive die Chancen besser nutzen. Auch wenn wir 5:1 gewonnen haben, war das noch kein perfektes Spiel."

Die Tabellenführung ist möglich

Für die Aufgabe in Krefeld dürfte Pavlov seinen Spielern allerdings die richtigen Werkzeuge zur Hand geben, schließlich trainierte er früher die Pinguine.

"Die Basis der Mannschaft ist sicherlich ähnlich wie letztes Jahr. Igor kann uns da bestimmt Tipps geben, wo die Stärken und Schwächen der Krefelder liegen", bestätigt Renz.

Bei einem Sieg winkt die Tabellenführung - die Euphorie in Köln dürfte dadurch nur noch weiter steigen.

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