vergrößernverkleinern
Dieter Hegen stieg mit den Füchsen 2004/2005 in die DEL auf © getty

Nach elf Monaten kehrt Dieter Hegen als Trainer zu den Füchsen Duisburg zurück. Bei Sport1 nimmt er zu seinem neuen Job Stellung.

Von Rainer Nachtwey

München - Vor elf Monaten trennten sich die Wege der Füchse Duisburg und Cheftrainer Dieter Hegen. Einvernehmlich hieß es damals.

Etwas überraschend war es dann doch, als der ehemalige Nationalspieler am Dienstag als Nachfolger von einem seiner Nachfolger, nämlich Karel Lang, vorgestellt wurde.

"Die Füchse sind eine Herzensangelegenheit", sagt der 46-Jährige bei Sport1.de. "Da fällt einem die Entscheidung zurückzukehren natürlich leicht."

Bei Sport1 spricht Hegen über die ersten Eindrücke und die Veränderungen, die er zum Spiel in Frankfurt (19.30 Uhr LIVESCORES ) vornehmen will.

Sport1: Herr Hegen, wie überraschend kam für Sie das Angebot aus Duisburg?

Dieter Hegen: Sehr überraschend. Ich war in Kaufbeuren und hatte überhaupt keine Ahnung.

Sport1: Hatten Sie noch Kontakt zu den Verantwortlichen Ralf Pape, dem Alleingesellschafter der Füchse?

Hegen: Ralf ist ein sehr guter Freund von mir. Ich war auch einige Male im Stadion, zuletzt gegen Augsburg. Der Kontakt zu den Füchsen ist nie abgebrochen.

Sport1: Sie haben sich vor einem Jahr erst einvernehmlich getrennt. Warum jetzt die Rückkehr?

Hegen: Das war spontan. Meine Entscheidung hatte viel mit Karel Langs Entscheidung zu tun, aus freien Stücken zu gehen. Dann haben sie mich angerufen, und alles ging ganz schnell.

Sport1: Wie waren Ihre Eindrücke vom ersten Training?

Hegen: Es ist natürlich schwierig, nach nur einer Einheit die Mannschaft zu beurteilen. Ich habe hauptsächlich Gespräche geführt.

Sport1: Was können Sie bis zum Spiel gegen Frankfurt am Donnerstag verändern?

Hegen: Allzu viel kann ich da nicht machen. Wir werden das System etwas umstellen. Wichtig ist jetzt erst einmal, dass die Spieler wieder Selbstvertrauen aufbauen.

Sport1: In welcher Hinsicht werden Sie das System verändern?

Hegen: Wir werden versuchen, dass wir in der eigenen Zone besser stehen. Das ist das Wichtigste. Entscheidend dafür ist, dass sich jeder Spieler voll reinhängt.

Sport1: Sie haben beim Abschied letztes Jahr gesagt, der Kader sei zu dünn. Für die neue Saison haben die Füchse 14 neue Spieler geholt. Wie beurteilen Sie die jetzige Situation?

Hegen: Die Verantwortlichen haben sich unheimlich bemüht, die Mannschaft zu verbessern. Sie haben auf erfahrene Spieler gesetzt, die die Liga kennen. Herauszufinden, warum die einzelnen Spieler jetzt die Leistung nicht abrufen, ist meine Aufgabe. Schließlich weiß ja ein Alinc, ein Seliwanow oder ein Grand-Pierre, wie Eishockey funktioniert.

Sport1: Sie haben gerade Alexander Seliwanow angesprochen: Er war Top-Torjäger 2005/06 in der DEL für Krefeld und hat viele Jahre in der NHL gespielt. Allerdings gilt er als schwieriger Typ. Welche Erwartungen haben Sie an ihn?

Hegen: Ob er ein schwieriger Typ ist, das weiß ich nicht. Ich habe heute ein Gespräch mit ihm geführt, und das war recht angenehm. Der Kerl spielt schon 25 Jahre, oder was weiß ich wie lange, in den höchsten Spielklassen Eishockey. Der weiß, wie es geht. Wichtig ist nur, dass er seine Leistung abruft. Er ist selbst auch unzufrieden mit dem, was er bisher gezeigt hat.

Sport1: Ihr Vorgänger Karel Lang hat bei den Torhütern gewechselt, mal seinen Sohn Lukas Lang, mal Ilpo Kauhanen spielen lassen. Haben Sie sich schon festgelegt, wer gegen Frankfurt spielt?

Hegen: Nein, noch nicht. Bei den Torhütern ist es ungemein schwierig. Ich werde mich mit Karel noch einmal austauschen und das Abschlusstraining abwarten. Wir haben bisher recht wenig mit den Torhütern gearbeitet. Nach einem Training kann ich schwer beurteilen, wen ich einsetze. Da muss ich auch meinem Vorgänger vertrauen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel