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Zuletzt wurden die Mannheimer Adler im Jahr 2007 DEL-Meister © getty

Nach einem katastrophalen Start drehen die Mannheimer die Partie gegen Kassel noch. An der Spitze aber bleiben die Eisbären.

Berlin - Meister Eisbären Berlin dreht an der Tabellenspitze weiter einsam seine Runden.

Doch so langsam läuft auch beim zweiten großen Titelfavoriten der Deutschen Eishockey Liga der Motor heiß.

Rekordchampion Adler Mannheim kletterte durch den 5:3-Sieg gegen die Kassel Huskies auf Platz drei, zeigte aber symbolisch für die bisherigen Saisonleistungen erneut seine zwei Gesichter: erst lethargisch, dann phänomenal. (DATENCENTER: 10. Spieltag)

"Ich hatte das Vertrauen in die Mannschaft nie verloren. In den ersten 30 Minuten hatten wir keinen Zug zum Tor, danach aber haben wir die Dinge richtig gemacht", sagte Trainer Doug Mason nach einer nervenaufreibenden Aufholjagd seines Teams.

Kassel mit klarer Führung

Die erste halbe Stunde hatte die teuerste Mannschaft der Liga unter den Augen von Bundestrainer Uwe Krupp komplett verschlafen, was der sonst so auswärtsschwache Außenseiter aus Kassel zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung nutzte.

Selbst Mannheims Star-Torhüter Fredrick Brathwaite ließ sich anstecken und patzte beim zweiten Gegentreffer durch Manuel Klinge (22.).

Erst im Schlussdrittel drehten die Adler beim Stand von 1:3 auf.

"Chaos vor dem Tor"

"Da haben wir Chaos vor dem gegenerischen Tor verbreitet", sagte Mason und lobte "Leidenschaft und Willen" der letzten 20 Spielminuten.

Doch auch diese konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass der selbsternannte Titelkandidat von seiner Bestform noch ein gutes Stück entfernt ist. (Stenogramme 10. Spieltag)

"Wir sind auf einem guten Weg"

"Wir haben viele neue Spieler und einen neuen Trainer zu integrieren, das braucht Zeit. Aber wir sind auf einem guten Weg", meinte Mason, der seit dieser Saison an der Mannheimer Bande steht.

Gegen den Branchentrend hatten die Adler groß eingekauft und Top-Spieler wie die neiden Doppeltorschützen Nathan Robinson (33. und 43.) und Scott King (52. und 57.) in die Kurpfalz gelockt.

Eisbären betreiben Wiedergutmachung

Die Eisbären sind ihrem vermutlich größten Rivalen nicht nur in Sachen Eingespieltheit, sondern auch in der Tabelle um sechs Punkte voraus.

Beim souveränen 5:2 gegen die Augsburger Panther betrieb der Titelverteidiger zudem Wiedergutmachung für die 2:6-Pleite bei der Düsseldorfer EG.

"Augsburg hat gut dagegengehalten, aber die drei Powerplay-Tore haben uns geholfen", sagte Doppeltorschütze Richie Regehr (27. und 60.).

Wolfsburg siegt über DEG

Zwischen Berlin und Mannheim schob sich in der Tabelle der EHC Wolfsburg, der sich 3:1 gegen Vizemeister DEG durchsetzte.

"Über 60 Minuten gesehen war es ein hart erarbeiteter und verdienter Sieg. Mit sechs Punkten haben wir ein sehr gutes Wochenende gespielt", meinte EHC-Trainer Toni Krinner.

Bei den Düsseldorfern, die zuletzt dreimal in Folge gewonnen hatten, machte sich dagegen Ernüchterung breit.

"Wir sind einfach zu spät aufgewacht und haben das Spiel im ersten Drittel verloren", sagte DEG-Kapitän Daniel Kreutzer angesichts des verdienten 0: 2-Rückstandes nach 20 Minuten.

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