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Bei ihm läuft's momentan: Augsburgs Colin Murphy (r.) © imago

Augsburg setzt seine Siegesserie auch gegen den Meister fort - und will noch viel mehr. Die Eisbären bleiben aber Tabellenführer.

Berlin - Kleiner Etat, große Wirkung: Die Augsburger Panther eilen in der DEL trotz des geringsten Finanz-Budgets aller Klubs derzeit von Sieg zu Sieg. (DATENCENTER: 16. Spieltag)

Am 16.Spieltag ließ sich das Team auch nicht vom deutschen Meister Eisbären Berlin aufhalten und verbuchte mit dem 6:4 bereits den sechsten Sieg in Folge. (STENOGRAMME: 16. Spieltag)

Der Außenseiter probt den Aufstand.

"Wir haben momentan einen Lauf. Ich traue meiner Mannschaft noch viel zu", sagte Augsburgs Trainer Larry Mitchell nach der beindruckenden Vorstellung im Topspiel gegen Berlin.

"Ich bin stolz auf mein Team. Wir haben gezeigt, dass wir mit der stärksten Mannschaft der Liga mithalten können", meinte der Deutsch-Kanadier, der den Sieg gegen die Eisbären mit "erfolgreichem Powerplay, starker Moral und großem Kampfgeist" erklärte.

Augsburg jetzt Dritter

Mit dem elften Saisonsieg untermauerten die Panther, die trotz des Mini-Spieleretats von 1,7 Millionen Euro den besten Angriff der Liga (60 Tore) stellen, ihren überraschenden dritten Tabellenplatz. Mit 29 Punkten liegt Augsburg nur drei Zähler hinter Tabellenführer Berlin (32).

Doch Verantwortlichen bremsen die Euphorie. "Wir dürfen nicht abheben und müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben", sagte Augsburgs Haupt-Gesellschafter Lothar Sigl.

Hoffen auf neue Sponsoren

Der Klub-Chef hofft allerdings, dass sich die positive sportliche Situation auf eine mögliche Erhöhung des Etats auswirkt.

"Wir hoffen jetzt, dass es bei den sich bisher zurückhaltenden Sponsoren nun zum Durchbruch kommt. Schließlich wollen wir als Traditionsklub auch in der nächsten Saison eine entsprechend konkurrenzfähige Mannschaft stellen können", sagte Sigl.

Berlin dreimal vorn

Trotz dreimaliger Führung musste sich der Titelverteidiger aus Berlin vor 4670 Zuschauern, darunter auch Bundestrainer Uwe Krupp, am Ende der hochklassigen Partie geschlagen geben.

"Wir haben ein echtes Spitzenspiel gesehen. Das war das bisher schwerste Spiel für uns. Augsburg hat exzellent gespielt, speziell in Überzahl", meinte Eisbären-Trainer Don Jackson.

Nürnberg stürzt weiter ab

Trotz der vierten Saisonniederlage blieben die Berliner DEL-Spitzenreiter, da die Adler Mannheim (31 Punkte) gegen den ERC Ingolstadt erst nach Verlängerung mit 4:3 gewannen. In einer Krise stecken die Nürnberg Ice Tigers.

Die Franken, die in den vergangenen neun Spielzeiten stets die Play-offs erreichten, kassierten mit dem 4:5 gegen die Krefeld Pinguine bereits die achte Niederlage in Folge.

Insolvenz verhindert

Zwar konnte der Klub vor der Saison nur knapp die Insolvenz abwenden und muss mit einem wesentlich kleinerem Budget als in den Vorjahren auskommen.

Etwas mehr als der vorletzte Platz und nur 15 Punkte hatten sich die Nürnberger nach 15 Spielen aber schon vorgestellt.

"Im Moment läuft gar nichts"

"Wir haben nur einige Spieler, die Verantwortung übernehmen. Im letzten Drittel haben wir für 15 Minuten das Spiel dominiert, aber im Moment läuft gar nichts für uns", sagte Nürbergs Trainer Andreas Brockmann. Seine Mannschaft wurde beim Stand von 1:4 nach dem zweiten Drittel mit einem Pfeifkonzert in die Kabine geschickt.

"Wir müssen über 60 Minuten mit Herz, Engagement und Willen spielen und nicht nur über 15 Minuten", meinte Brockmann.

Freezers brauchen Sieg

Am Dienstag empfangen die Hamburg Freezers die Frankfurt Lions (19.30 Uhr LIVESCORES).

Die Hessen könnten durch den achten Saisonsieg weiter an die Spitzengruppe heranrücken, die Hanseaten am Tabellenende wichtige Punkte sammeln.

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