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Freezers-Headcoach Paul Gardner als Spieler war zehn Jahre in der NHL aktiv © getty

Auch nach der nächsten Pleite bleibt Paul Gardner in Hamburg am Ruder. Doch das Bekenntnis ist nur ein Treueschwur auf Zeit.

Hamburg - Trotz der anhaltenden Talfahrt halten die Hamburg Freezers vorerst an Trainer Paul Gardner fest.

"Er bleibt bis auf Weiteres unser Coach, weil wir eine Reaktion der Mannschaft gesehen haben", sagte Moritz Hillebrand, der Generalbevollmächtigte des Tabellenletzten, nach der 3: 5-Niederlage in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Frankfurt Lions (Nächste Pleite - Gardner weg?).

Allerdings ist dieses Bekenntnis nur ein Treueschwur auf Zeit.

Spätestens in der Länderspielpause wegen des Deutschland-Cups in München (6. bis 8. November) soll der neue Geschäftsführer und später der neue Sportdirektor präsentiert werden. Hillebrand stellte klar: "Die neue Führungsriege wird dann entscheiden, ob sie mit Gardner weitermachen wollen oder nicht."

Einstellung verbessert, Leistung haarsträubend

Dass der ehemalige NHL-Profi Gardner vorerst weiter an der Freezers-Bande stehen darf, hat er einer verbesserten Einstellung seiner Mannschaft gegenüber dem 0:6-Heimdebakel fünf Tage zuvor gegen Rekordmeister Adler Mannheim zu verdanken (DATENCENTER: 16. Spieltag) .

Dennoch besiegelten vor 5117 Zuschauern erneut haarsträubende individuelle Fehler die elfte Niederlage aus den vergangenen 13 Spielen.

"Am Ende haben uns wieder Unkonzentriertheiten das Genick gebrochen. Wenn jeder Fehler mit einem Tor bestraft wird, dann können wir nicht gewinnen", sagte Gardner.

Verteidiger Stephan Retzer, der vor dem 0:1 die Scheibe leichtfertig verlor, meinte enttäuscht: "Wir haben uns den Hintern aufgerissen, stehen aber wieder mit leeren Händen da."

Problemzone Tor

Torhüter Martin Fous strahlte keinerlei Sicherheit aus und trug an mindestens zwei Gegentreffern Schuld (STENOGRAMME: 16. Spieltag) .

"Wir haben ein Torwartproblem", erklärte Gardner, der am Freitag bei den Krefeld Pinguinen wieder den zuletzt ebenso enttäuschenden Jean-Marc Pelletier ins Tor stellen wird.

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