vergrößernverkleinern
Jason Young spielt seit 1998 in der DEL, seit 2003 in Frankfurt © imago

Die Lions lösen nach dem Sieg gegen Hamburg Berlin auf Platz eins ab. Dennoch warnt der Trainer: "Nur eine Momentaufnahme."

München/Frankfurt - Eine unglaubliche Kondition, mannschaftliche Geschlossenheit und kaum Verletzte: Die Frankfurt Lions haben mit einer Mischung aus viel Können und ein wenig Glück die Tabellenspitze der DEL erobert.

Die Hessen bogen zum wiederholten Male mit einem gewaltigen Schlussspurt einen Rückstand um und feierten mit dem 5:3 gegen die Hamburg Freezers bereits ihren sechsten Sieg in Folge.

"Wir hatten dieses Jahr eine viel bessere Vorbereitung als letzte Saison. Meine Spieler haben tolle Laktatwerte. Das macht sich jetzt bezahlt", sagte Lions-Coach Rich Chernomaz mit Blick auf das letzte Drittel (3:0), als sein Team die Partie noch drehte (Stenogramme 23. Spieltag).

Zwei Spiele mehr als Berlin

Schon am Sonntag hatten die Frankfurter "Spätstarter" die Partie bei den Kölner Haien (8:4) mit einem 4:0 im Schlussabschnitt zu ihren Gunsten entschieden (DATENCENTER: 23. Spieltag).

"Die Mannschaft dieses Jahr passt auch charakterlich besser zusammen. Zudem haben wir momentan kaum verletzte Spieler", meinte Chernomaz, dessen Team mit nun 43 Punkten Titelverteidiger Eisbären Berlin (41) auf Rang zwei schob. Allerdings haben die Berliner zwei Spiele weniger absolviert.

Nur eine Momentaufnahme

Auch deshalb sprach Chernomaz eine deutliche Warnung aus. Schließlich hätten die Lions vor genau einem Jahr auch die Tabellenspitze erobert und seien dann noch vom ersten auf den neunten Tabellenplatz abgestürzt.

"Denkt an letzte Saison. Das ist jetzt nur eine Momentaufnahme", meinte der Kanadier.

Am Freitag steht nun das Hessen-Derby gegen die Kassel Huskies an. Dabei hat Frankfurt seit dem 18. November 1994 vor eigenem Publikum gegen Kassel nicht mehr verloren: "Wir dürfen jetzt nicht nachlässig werden, sonst reißt die Serie", sagte Chernomaz.

Die Einstellung stimmt

Auf Platz drei schob sich derweil Pokalsieger EHC Wolfsburg mit einem deutlichen 8:3 im Verfolgerduell beim ERC Ingolstadt. Mit 39 Punkten verdrängten die Niedersachsen DEL-Rekordmeister Adler Mannheim (37) auf Rang vier.

"Ich bin sehr zufrieden mit der Einstellung meiner Mannschaft. Wir haben die 1:5-Niederlage am Sonntag in Düsseldorf gut aufgearbeitet und unsere Checks voll durchgezogen", sagte EHC-Trainer Anton Krinner.

Sechs Gegentore sind zu viel

Dagegen kommen die Kölner Haie weiterhin nicht in Schwung. Trotz einer 2:0-Führung unterlag der achtmalige deutsche Meister in Kassel mit 5:6.

"Das war eine Achterbahnfahrt. Sechs Gegentore sind einfach zu viel. Das ist unsere Baustelle, wir müssen unsere Defensivarbeit verbessern" sagte Haie-Trainer Igor Pawlow.

Köln liegt mit nur 28 Punkten auf dem elften Platz.

Krefeld unterliegt erneut

Im Tabellenkeller schafften derweil die Hannover Scorpions einen wichtigen 4:1-Auswärtssieg bei den Augsburger Panthern.

Tabellenschlusslicht Krefeld unterlag den Nürnberg Ice Tigers 1:2 und bleibt mit 24 Punkten Letzter. "Es wird langsam Zeit, dass jeder Spieler zeigt, aus welchem Holz er geschnitzt ist", sagte Krefelds Trainer Martin Jiranek.

Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel