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Die letzte Medallie gewannen die Deutschen bei den Winterspielen in Innsbruck (1976) © getty

Uwe Krupp will bei der WM im eigenen Land eine funktionierende Mannschaft. Den Gastgeber erwartet eine Weltrekord-Kulisse.

München - Die deutsche Nationalmannschaft wird bei den Olympischen Spielen in Vancouver (12. bis 28. Feburar 2010) möglicherweise ohne einige ihrer Stars aus den nordamerikanischen Profiligen antreten.

"Das ist durchaus möglich", sagte Bundestrainer Uwe Krupp. "Wenn Spieler drüben eine kleine Rolle spielen mit wenig Eiszeit, ist es denkbar, dass wir einen mitnehmen, der in Deutschland eine prominentere Rolle spielt."

Welche oder wie viele der acht NHL- oder drei AHL-Profis betroffen sein könnten, wollte Krupp noch nicht verraten.

Bedingt ist der mögliche Verzicht auf Stars aus der weltbesten Liga allerdings mit der Heim-WM im Mai. "Dort müssen wir ohne oder mit vielleicht einem NHL-Spieler auskommen", sagte Krupp.

WM als Gradmesser

Und weiter: "Wir wollen dort ein Team, das als Mannschaft funktioniert. Deshalb kann es sein, dass wir schon bei Olympia einige Spieler auf ihre Tauglichkeit testen. Wir müssen einfach eine gute Mischung finden aus den Jungs aus Nordamerika und denen, die in der DEL spielen."

Bis zum 30. Dezember muss der frühere NHL-Star Krupp den 23-köpfigen Kader für die Olympischen Spiele benennen.

Sieg im Deutschland-Cup ohne NHL-Profis

Anfang November hatte sein Team ohne die Nordamerika-Profis in überzeugender Manier den Deutschland-Cup gewonnen.

In der NHL spielen derzeit die Deutschen Christian Ehrhoff (Vancouver Canucks), Marco Sturm (Boston Bruins), Dennis Seidenberg (Florida Panthers), Jochen Hecht (Buffalo Sabres), Christoph Schubert (Atlanta Thrashers), Marcel Goc, Alexander Sulzer (beide Nashville Predators) und Thomas Greiss (San Jose Sharks).

Bei AHL-Klubs stehen Robert Dietrich (Milwaukee Admirals), Philip Gogulla und Felix Schütz (beide Portland Pirates) unter Vertrag.

Weltrekord-Kulisse bei Heim-WM

Zum Auftakt der WM 2010 im eigenen Land (7. bis 23. Mai 2010) erwartet das deutsche Team aller Voraussicht nach eine Weltrekordkulisse.

Laut Krupp sind für die Eröffnungspartie gegen die USA in Gelsenkirchen bereits 68.000 Karten verkauft.

Der Deutsche Eishockey-Bund will in der Schalker Arena mit 75.976 Zuschauern einen Weltrekord aufstellen.

Bisherige Bestmarke bei College-Partie

Für die bisherige Bestmarke sorgten 74.554 Zuschauer, die im Oktober 2001 die College-Partie zwischen den Uni-Teams von Michigan und Michigan State im Football Stadium von Lansing verfolgten.

Der DEB will bei der sechsten WM auf deutschem Boden nach 1955, 1975, 1983, 1993 und 2001 nicht nur eine Bestmarke für ein Eishockeyspiel aufstellen, sondern auch den Zuschauerrekord der Weltmeisterschaft 2004 in Tschechien mit 552.000 Fans im gesamten Turnierverlauf brechen.

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