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Bill Stewart war von 2006 bis 2008 Trainer der Hamburg Freezers © getty

Unter ihrem neuen Coach Bill Stewart gelingt den Kölner der zweite Sieg in Folge. Dennoch warnt der Trainer vor Überheblichkeit.

Berlin/Köln - Ihm eilt der Ruf des unberechenbaren Exzentrikers voraus, nach seinem erfolgreichen Einstand als neuer Trainer der Kölner Haie spielte sich Bill Stewart aber nicht als großer Retter auf.

"Kill Bill", wie der Kanadier wegen seiner kompromisslosen Art genannt wird, präsentierte sich zumindest nach außen hin ungewöhnlich zahm, während die Haie unter seiner Leitung offensichtlich wieder Biss haben.

"Köln ist eine große Chance für mich, der Klub ist nach wie vor eine der besten Organisationen der Liga", sagte der 52-Jährige und warnte trotz des Sechs-Punkte-Wochenendes dank der Siege bei den Krefeld Pinguinen (3:1) und gegen die Nürnberg Ice Tigers (4:3) vor zu viel Euphorie. (DATENCENTER: 27. Spieltag)

"Vor uns liegt eine Menge Arbeit"

"Vor uns liegt noch eine Menge Arbeit. Ich verspreche keine konkrete Platzierung, aber wir wollen erfolgreicher spielen als zuletzt", meinte Stewart.

Dank der zwei Siege nach zuvor elf Niederlagen in 13 Spielen hat der achtmalige Meister die Playoff-Plätze wieder in Reichweite.

Vor allem die Maßnahme Stewarts, die zuletzt desolate Defensive auf Kosten der Eiszeit für junge Talent zu stärken, ging auf.

"Ich wusste, dass meine Mannschaft Tore schießen kann. Wichtig war, die Abwehr zu stabilisieren", erklärte Stewart. Die Rheinländer sind trotz des bärenstarken Torhüters Lars Weibel nach wie vor die Schießbude der Liga (103 Gegentore).

Jaspers überragend

Aber der frühere Meistermacher der Adler Mannheim, der vor einem Jahr bei den Hamburg Freezers entlassen worden war, scheint dem verunsicherten Team neues Selbstvertrauen eingeimpft zu haben.

Nachdem die Haie gegen Nürnberg eine 2:0-Führung verspielt und im Schlussdrittel 2:3 zurückgelegen hatten, brach das Team nicht wie häufig unter Vorgänger Igor Pawlow zusammen.

Der überragende Stürmer Jason Jaspers (drei Tore) erzielte Ausgleich sowie Siegtreffer und verkündete hinterher die Trendwende: "Das Selbstvertrauen kommt zurück, und dann fliegen die Scheiben auch wieder ins Tor." Stenogramme 27. Spieltag

Lüdemann vor Rückkehr

Zudem soll Kapitän Mirko Lüdemann nach seiner Bauchmuskelverletzung in dieser Woche wieder ins Training einsteigen.

"Er ist der beste Verteidiger der Liga", schwärmte Stewart, der im Duell gegen seinen Ex-Klub Mannheim am Freitag aber wohl noch auf Lüdemann verzichten muss.

Krefeld auf Trainersuche

Ohne Erfolgserlebnis blieben dagegen die Krefelder im ersten Spiel nach der Entlassung von Coach Martin Jiranek.

Unter der Leitung des bisherigen Co-Trainers Reemt Pyka verlor das Schlusslicht 2:5 bei den Hannover Scorpions.

Der Klub will schnellstmöglich einen neuen Trainer verpflichten. Einer der Kandidaten soll der in Köln entlassene Pawlow sein, der das Team in der Vorsaison bis ins Playoff-Viertelfinale geführt hatte.

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