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Andre Rankel erzielte in 31 Spielen 23 Scorerpunkte (13 Tore, 10 Assists) © getty

Der Meister dominiert nach dem 34. Spieltag die Liga. Manager Lee verspricht für die Playoffs noch eine Leistungssteigerung.

Berlin - Die Übermacht der Eisbären Berlin nimmt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) immer beängstigendere Dimensionen an.

Der Titelverteidiger thront mit 15 Punkten Vorsprung scheinbar uneinholbar an der Tabellenspitze und eilt von Sieg zu Sieg.

Für die vermeintlichen Verfolger wird es bis zum Ende der Hauptrunde wohl nur noch um den Trost-Titel "Best of the Rest" gehen.

"Wir haben einen Lauf, keine Frage. Aber wir dürfen nicht mit Arroganz auf die Tabelle schauen", sagte Eisbären-Manager Peter John Lee nach dem 4:2 gegen die Iserlohn Roosters.

Trotz des achten Sieges in Folge glaubte auch Trainer Don Jackson nicht an einen Spaziergang in die Playoffs: "Alle werden Jagd auf uns machen." (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

Erfahrung gepaart mit Siegeswillen

Ein ernst zu nehmender Gegner ist derzeit aber nicht in Sicht. Die Adler Mannheim, die vor der Saison dank teurer Neuzugänge zum ärgsten Verfolger auserkoren wurden, dümpeln im Mittelfeld der Tabelle.

Anders als der Rekordmeister baut Berlin seit Jahren auf einen Stamm von Leistungsträgern, der nur punktuell durch Top-Talente aus der eigenen Jugend oder der zweiten Liga sowie durch hervorragende Ausländer wie NHL-Veteran Jeff Friesen verstärkt wird.

Diese Kontinuität ist in der Liga einmalig und der Garant für den Erfolg.

Das stärkste Team der Liga

Dabei kommt die große Stärke des Teams erst in den Playoffs zum Tragen: Erfahrung gepaart mit unbändigem Siegeswillen. "In den Playoffs laufen viele erst richtig heiß", meinte Manager Lee.

Die Konkurrenz erkennt die Dominanz der Berliner fast schon ehrfurchtsvoll an. "Die Eisbären sind seit Jahren das stärkste Team der Liga", sagte Iserlohns Coach Ulrich Liebsch.

Eisbären schlagen eiskalt zu

Auf dem Eis kämpften die Roosters am Sonntag zwar tapfer und zwei Drittel lang auch erfolgreich gegen die Übermacht, doch dann schlugen die Hausherren vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Berliner Arena eiskalt zu.

Innerhalb von fünf Minuten machte der Tabellenführer aus einem 1:2-Rückstand den 4:2-Endstand. "Wenn du vorne stehst, dann glaubst du immer an dich", sagte Doppel-Torschütze Stefan Ustorf (Stenogramme: 34. Spieltag).

Hannover neuer Zweiter

Auf den zweiten Platz schoben sich die Hannover Scorpions (55 Punkte) durch das 5:1 gegen die Hamburg Freezers, die tags zuvor den bisherigen Zweiten Düsseldorfer EG (53) mit 4:2 in die Knie gezwungen hatten.

Die Frankfurt Lions (52) verloren 1:4 bei den Kölner Haien (49), die unter der Leitung des neuen Trainers Bill Stewart sieben Siege aus acht Spielen einfuhren und wieder auf Playoff-Kurs sind.

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