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Florian Busch wechselte 2002 aus Mannhein zu den Eisbären Berlin © imago

Den Berlinern ist nach der Klatsche bei den Panthern nicht zum Feiern zu Mute. Ein Leistungsträger gerät in die Kritik.

Berlin - Die Erfolgsserie gerissen und den Vereinsrekord verpasst. Nach der 2:5-Pleite bei den Augsburger Panthern am 37. Spieltag schlichen die Eisbären Berlin vom Eis.

"Es ist gut, dass unsere Spieler so enttäuscht sind. Das zeigt, dass sie die Bodenhaftung nicht verloren haben", sagte Berlins Manager Peter John Lee.

Zehnmal hatten die Berliner zuvor in Folge gewonnen und ihre Dominanz in der Liga deutlich untermauert, ehe ausgerechnet bei den angeschlagenen Panthern die Niederlage folgte (Stenogramme: 37. Spieltag).

"Augsburg hat stark gespielt und verdient gewonnen. Das war ein tolles Spiel für die Zuschauer mit viel Druck und hohem Tempo", meinte Eisbären-Coach Don Jackson.

Jackson: Kritik an Felski

Nicht ganz einverstanden war Jackson mit der Leistung seines Leistungsträgers Sven Felski.

Zweimal saß der Berliner auf der Strafbank - zweimal schlugen die Gastgeber eiskalt zu.

"Wenn er in der Ecke ist, hebt er manchmal den Stock ungeschickt hoch", kritisierte Jackson das riskante Spiel seines Routiniers.

Unsicherheiten bei Keller

Ebenfalls in die Kritik geriet Eisbären-Keeper Markus Keller.

Der erst 20-jährige Schlussmann hatte zum zweiten Mal eine Chance von Beginn an erhalten - und sah vor allem beim zweiten Gegentor durch einen Fernschuss von Rhett Gordon unglücklich aus.

Bereits bei seinem Debüt gegen Kassel (3:8) war Keller durch Unsicherheiten aufgefallen.

Panther-Coach lobt Einstellung

Die Gastgeber waren zufrieden. Nach zuvor sechs Niederlagen in Folge gelang endlich wieder ein Erfolg ausgerechnet gegen den Liga-Primus.

"Ich habe Fortschritte im Spiel unserer Mannschaft gesehen", sagte Panther-Trainer Larry Mitchell, der die Einstellung seiner Spieler lobte: "Jeder war für jeden da. Auch nach dem 2:2 hat kein Spieler von uns den Kopf hängen lassen und weiter auf die Führung gedrängt."

Keeper überragt bei den Haien

Weiter im Aufwind sind die Kölner Haie, die beim 4:0 gegen die Hamburg Freezers ihr siebtes Heimspiel in Folge gewannen (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle).

Für Trainer Bill Stewart war es der achte Sieg im zehnten Spiel. Garant des Erfolges war Keeper Lars Weibel, der beim 4:0 seinen Kasten erstmals in der Saison sauber hielt. "Er war der beste Mann auf dem Eis", sagte Stewart.

Weibel: "Wunderbares Gefühl"

Weibel selbst genoss den Triumph in vollen Zügen und gab mit seiner guten Leistung die richtige Antwort auf die Entscheidung der Haie, in Norm Maracle einen weiteren Keeper unter Vertrag zu nehmen.

"Das ist ein wunderbares Gefühl. Ich hoffe, dass es so weitergeht", sagte der Schlussmann, dessen Team die Chancen auf einen Platz in den Playoffs verbesserte.

Aufatmen konnten auch die Adler Mannheim nach dem 5:3 über den ERC Ingolstadt. Der Rekordmeister stoppte seine Talfahrt nach zuvor sechs Pleiten in Folge.

Seidenberg kündigt Treffer an

Trainer Doug Mason konnte bei seinen Kritikern Punkte sammmeln. "Mein Team war heute stark. Ich hoffe, dass wir die Leistung in den nächsten Spielen bestätigen", meinte Trainer Mason.

Kurios war das entscheidende Tor zum 4:3 durch Yannic Seidenberg.

Der Stürmer hatte Ingolstadts Keeper Dimitri Pätzold zuvor den Treffer angekündigt und den einstigen Mannschaftskollegen anschließend mit einem Fernschuss überrascht.

Straubing überrascht im Derby

Die DEG kam zu einem 7:1-Kantersieg im Verfolgerduell bei den Hannover Scorpions und baute den Vorsprung auf den Dritten aus Niedersachsen auf vier Punkte aus.

Die Straubing Tigers wiederum triumphierten im bayerische Derby gegen die Nürnberg Ice Tigers. Der Außenseiter siegte vor eigenem Publikum mit 4:2 (2:0, 1:1, 1:1) und feierte den sechsten Derbysieg in Folge.

Mit 37 Punkten bleiben die Straubinger dennoch Tabellenletzter, Nürnberg (54) rangiert auf Platz acht.

Die Tore für die Gastgeber erzielten Sandro Schönberger (2., 11.), Eric Meloche (31.) und Karl Stewart (60.), für Nürnberg trafen Eric Chouinard (22.) und Martin Ancicka (39.).

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