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Keeper Rob Zepp (M.) kassierte in den ersten 28 Minuten vier Gegentore © imago

Der Deutsche Meister verliert zum dritten Mal in Folge. Düsseldorf nutzt den Patzer. Ingolstadt siegt im Verolgerduell.

Berlin - Die Mini-Krise des deutschen Eishockey-Meisters Eisbären Berlin hält an.

Nach zuvor zehn Siegen in Folge kassierten die Berliner am Sonntag am 39. Spieltag in eigener Halle beim 3:4 (0:2, 2:2, 1:0) gegen die Hannover Scorpions die dritte Niederlage in Folge.

Zuvor hatte der Tabellenführer in Augsburg und Nürnberg jeweils 2:5 verloren (Eisbären schlittern in die Krise).

Für Hannover, das am Rande der Partie Toni Krinner als neuen Trainer für die kommende Saison offiziell bestätigte, war es der dritte Triumph in Berlin hintereinander.

Ingolstadt gewinnt Verfolgerduell

Vize-Meister Düsseldorfer EG verkürzte den Rückstand auf die Eisbären durch einen 5:4 (1:0, 0:2, 2:1, 1:0)-Erfolg nach Verlängerung bei DEL-Rekordchampion Adler Mannheim auf jetzt zehn Punkte. Zudem hat Düsseldorf noch ein Spiel weniger ausgetragen.

Dritter ist der ERC Ingolstadt, der das Verfolgerduell bei den Frankfurt Lions 6:4 (3:0, 2:1, 1:3) gewann und jetzt 61 Punkte auf dem Konto hat.

Auf Platz vier liegt der EHC Wolfsburg (60), der sich bei den Iserlohn Roosters 5:4 (3:2, 1:1, 0:1, 1:0) nach Verlängerung durchsetzte. Punktgleich mit dem niedersächsischen Nachbarn ist jetzt Hannover, Frankfurt hat 58 Zähler auf dem Konto.

Huskies gewinnen Kellerduell

Eine 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)-Heimniederlage gegen die Krefeld Pinguine kassierten die Augsburger Panther.

Das Kellerduell zwischen den Kassel Huskies und den Hamburg Freezers entschieden nach Verlängerung die Gastgeber 4:3 (0:0, 1:3, 2:0, 1:0) für sich und verbesserten sich damit vor die Straubing Tigers auf den drittletzten Platz. (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle).

Keller ersetzt Zepp

Vor 14.200 Zuschauern in ausverkaufter Halle wachten die Berliner erst nach einer knappen halben Stunde auf, als sie nach Scorpions-Toren von Klaus Kathan (13.), David Wolf (16.), Andre Reiß (22.) und Tore Vikingstad (28.) bereits 0:4 zurücklagen (Stenogramme: 39. Spieltag).

Eisbären-Coach Don Jackson wechselte nach dem vierten Treffer den Torhüter und schickte Markus Keller anstelle von Stammkeeper Rob Zepp zwischen die Pfosten.

Mit einer Klasseparade unmittelbar vor dem 1:4 durch Steve Walker (31.) leitete der 20-Jährige die Aufholjagd der Eisbären ein, die kurz darauf durch Alexander Weiß (33.) auf 2:4 verkürzten.

Dolaks Treffer irregulär

Im Schlussdrittel machte Florian Busch (50.) mit dem 3:4 die Partie noch einmal spannend. Den vermeintlichen fünften Hannoveraner Treffer durch Thomas Dolak Sekunden später erkannten die Schiedsrichter zurecht nicht an, weil der Treffer mit dem Schlittschuh erzielt wurde.

Eine folgende 5:3-Überzahl nutzten die Hannoveraner nicht, die Führung wieder auszubauen. So mussten sie noch bis zur Schlusssirene zittern, doch die Schlussoffensive der Berliner, die bei einer Überzahl noch den Torhüter vom Eis nahmen, verpuffte.

Felski unbeeindruckt

"Wir sind immer noch klar Tabellenführer", meinte Berlins Sven Felski: "Es gibt immer mal Phasen, in denen es nicht so gut läuft. Jetzt haben wir halt mal drei Spiele verloren. Aber wir müssen einfach vernünftig weiterarbeiten."

Düsseldorf gab vor 10.323 Zuschauern in Mannheim eine 1:0- und eine 3:2-Führung aus der Hand und rettete sich durch Adam Courchaine (58.) am Ende noch in die Verlängerung.

Dort sorgte dann Brandon Read nach 3:52 Minuten für die Entscheidung.

Den Wolfsburger Siegtreffer vor 2831 Zuschauern in Iserlohn erzielte nach 1:44 Minuten der Verlängerung Kai Hospelt mit seinem zweiten Tor des Abends.

Ingolstädter Blitzstart

Ingolstadt musste vor 5200 Zuschauern in Frankfurt trotz eines Blitzstarts mit einem 3:0 nach dem ersten Drittel, zu dem Thomas Greilinger zwei Treffer beisteuerte, am Ende noch zittern.

Nachdem die Lions in der Schlussphase den Torhüter vom Eis genommen und in der vorletzten Minute durch Jamie Wright noch auf 4:5 verkürzt hatten, machte Jakub Ficenec erst in der Schlusssekunde den Sieg für die Gäste perfekt.

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