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Die Mannheimer Adler warten seit zehn Spielen auf einen Sieg © getty

Der neue Coach in Mannheim bringt bislang nicht den gewünschten Umschwung. Die Eisbären dagegen ziehen einsam ihre Kreise.

München - Der Trainerwechsel hat den Mannheimer Adlern in der DEL noch keinen Aufwind gegeben.

"Normalerweise gibt es in solchen Situationen einen Schub", sagte der neue Chefcoach Teal Fowler nach der 4:6-Heimpleite gegen die Nürnberg Ice Tigers und ließ den Satz unvollendet.

Auch im zweiten Spiel nach der Trennung von Doug Mason setzte es eine Niederlage, von frischem Wind war nichts zu spüren.

"Im Moment finden wir Wege, Punkte zu verlieren", sagte der Amerikaner frustriert und forderte: "Wir müssen uns da schnell rausarbeiten. Die Uhr tickt."

"Verdammt weit unten"

Nach zehn Niederlagen in den letzten elf Spielen liegt der DEL-Rekordmeister als Tabellenneunter schon zehn Punkte hinter Platz sechs zurück, der zur direkten Viertelfinal-Teilnahme berechtigt.

"Wir stehen verdammt weit unten", stellte Verteidiger Felix Petermann nach der teilweise desolaten Leistung gegen die "Eistiger" fest:

"Der erste Sieg muss so schnell wie möglich her." Die nächste Chance haben die Adler am Dienstag (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) beim Schlusslicht Kassel Huskies. "Da müssen wir aber eine bessere Leistung abliefern", sagte Fowler. (Doug Mason im Sport1.de-Interview)

Adler zeigen Moral

Das Problem der Mannheimer ist weniger die fehlende Klasse. "Es ist alles nur Kopfsache", sagte Petermann und forderte: "Wir müssen hartes, schnelles Eishockey spielen, nicht denken und diesen Schlag ins Gesicht so schnell wie möglich vergessen."

Gegen Nürnberg bewiesen die Mannheimer immerhin Moral: Nach einem 0: 4-Rückstand schafften sie 17 Minuten vor Schluss noch den 4:4-Ausgleich, um am Ende das Spiel doch wieder durch individuelle Fehler aus der Hand zu geben. (STENOGRAMME: 41. Spieltag)

Hoffnung auf Playoffs

"Wir haben hinten zu locker agiert", bemängelte Fowler, "sechs Gegentore zu Hause sind inakzeptabel."

Dass die Adler die Playoffs verpassen könnten, will jedoch noch niemand glauben. "Es geht ums Überleben", sagte Nationalspieler Sven Butenschön, machte sich und seinen Teamkollegen aber schon wieder Mut: "Wenn wir jetzt da rauskommen, sind wir in den Playoffs gefährlich."

Eisbären fast uneinholbar vorn

Die Meisterrunde schon fest im Visier hat Titelverteidiger Berlin, der nicht nur 15 Punkte vor seinem hartnäckigsten Verfolger Düsseldorfer EG liegt, sondern bereits 32 vor Mannheim, das eigentlich der härteste Rivale im Titelrennen sein wollte.

Beim 5:3-Sieg bei den Kölner Haien ließen sich die Eisbären selbst durch einen 1:3-Rückstand nicht beirren.

Zepp sichert Sieg

"Köln war die bessere Mannschaft", gab Trainer Don Jackson zu: "Aber wir sind konzentriert geblieben."

Ein Sonderlob gab es für Kapitän Steve Walker, der das 4:3-Führungstor erzielte (44.) und Nationaltorwart Rob Zepp, der in der Schlussphase mit zwei Paraden gegen Christoph Ullmann und Jason Jaspers den Sieg festhielt: "Die beiden haben am Ende den Unterschied gemacht."

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