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Daniel Kreutzer wurde in der Saison 2005/2006 zum Kapitän der DEG Metro Stars ernannt © getty

Tabellenführer Berlin trifft auf seinen direkten Verfolger. Im Sport1.de-Interview blickt DEG-Kapitän Daniel Kreutzer voraus.

Von Guido Huber

Die DEG Metro Stars und die Berliner Eisbären sind der Konkurrenz in der DEL enteilt: Während die Eisbären mit zwölf Punkten Vorsprung vor dem Düsseldorfer Klub rangieren, haben diese die nächsten Verfolger um sieben Punke distanziert.

Am Dienstagabend (ab 19.30 LIVESCORES) steht nun das Gipfeltreffen der beiden Topteams an.(DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

Daniel Kreutzer, der seit 2002 für die DEG Metro-Stars spielt, führt den Tabellenzweiten als Kapitän ins Spiel gegen den Titel-Konkurrenten.

Im Sport1.de-Interview äußert sich der Center zum nächsten Gegner, erklärt wie das Spitzenspiel gewonnen werden soll und gibt ein klares Saisonziel aus.

Sport1.de: Herr Kreutzer, wir groß ist die Anspannung vor dem Spitzenspiel gegen die Eisbären ?

Daniel Kreutzer: Die Anspannung ist natürlich hoch. Es geht gegen den amtierenden Meister und Final-Gegner vom letzten Jahr. Das sind immer heiße Spiele, die Spaß machen, deswegen kribbelt es schon im Bauch.

Sport1.de: Wie geht es Ihnen persönlich? Sind sie zu 100 Prozent fit?

Kreutzer: Ich bin fit, gut drauf und hoffe, dass wir die Berliner morgen wieder ärgern können.

Sport1.de: Nach der Niederlage gegen die Ice Tigers gab es zuletzt wieder zwei Siege. In welcher Verfassung ist das Team?

Kreutzer: Wir können aus dem vollen Schöpfen. Wir sind alle fit und ohne Verletzte. Außerdem haben wir gut trainiert. Das wird auf jeden Fall ein sehr spannendes Duell.

Sport1.de: Der Rückstand auf Berlin ist zuletzt verkürzt worden, aber immer noch groß. Glauben Sie trotzdem an den Titel-Coup?

Kreutzer: Es ist ein weiter Weg, aber wir wollen Meister werden, dass ist ganz klar. Berlin hat ein sehr starkes Team - auch in dieser Saison, in der wir sie schon zweimal geschlagen haben. Aber es gibt noch andere Mannschaften, die plötzlich wieder in Top-Form spielen können. Dann ist es wichtig, auf höchstem Niveau zu spielen. Das gleiche gilt auch für Berlin. Deswegen ist es jetzt schwierig zu sagen, wer dann letztendlich im Finale steht.

Sport1.de: Die Bilanz gegen die Eisbären ist ja nicht so schlecht. Gibt das dem Team das nötige Selbstvertrauen?

Kreutzer: Ja klar. Wir wissen, was wir können und wir wissen, wie wir unser Potential abrufen müssen. Über 60 Minuten ist es schwer uns zu schlagen. Es gehört natürlich immer ein bisschen Glück dazu, in Berlin zu gewinnen. Die können sehr viel Druck entwickeln. Wir müssen deshalb schauen, dass wir keine unnötigen Strafzeit kassieren und die Chancen, die sich uns durch Konter oder Überzahlspiel bieten, nutzen.

Sport1.de: Wer sind für Sie die wichtigsten Eisbären-Spieler und wie muss das Team diese ausschalten?

Kreutzer: Steve Walker ist natürlich der Denker und Lenker bei den Eisbären. Wenn er fit ist, dann ist er nur schwer zu stoppen. Wir müssen schauen, dass wir ihm weder Zeit noch Raum lassen sich zu entfalten. Aber Berlin hat viele gefährliche Spieler - im Unterschied zu anderen Vereinen, vor allem viele gute Deutsche.

Sport1.de: Mit welcher taktischen Marschroute gehen Sie ins Spiel? Wurden im Training bestimmte Spiel-Varianten eingeübt?

Kreutzer: (lacht) Wir haben natürlich unsere Geheimnisse. Wir wissen, dass Berlin sehr druckvoll spielt. Wir müssen darauf gefasst sein, dass sie viel forechecken und dann ihre Schwächen ausnutzen.

Sport1.de: Welche Schwächen?

Kreutzer: Naja, Schwächen sind schwer auszumachen. Berlin ist eine Top-Mannschaft und ziemlich ausgeglichen. Aber sie spielen sehr offensiv - vielleicht können wir das zu unseren Gunsten nutzen.

Sport1.de: Die Eisbären hatten in dieser Saison bereits viele Verfolger: Augsburg, Mannheim, Frankfurt und Hannover. Alle brachen ein. Warum wird das der DEG nicht passieren?

Kreutzer: Weil wir einfach eine gute Mannschaft sind. Ich kann natürlich nicht garantieren, dass wir Berlin noch einholen werden, aber ich hoffe, wir halten Platz zwei. Wenn wir in nächster Zeit keine Verletzten haben, sollte uns das gelingen.

Sport1.de: Ihr Teamkollege Craig MacDonald war in den letzten Spielen richtig gut drauf. Ist er in dieser Saison ein Sieggarant?

Kreutzer: Ja, mit Sicherheit. Er ist ein Dreizonenspieler, der defensiv wie offensiv alles drauf hat. Er ist gut in Form und kann uns mit seiner NHL-Erfahrung sicher helfen. Es ist wichtig, so einen Spieler in der Mannschaft zu haben.

Sport1.de: Als Kapitän stehen sie vor so einem Spitzenspiel besonders in der Verantwortung. Wie gehen Sie damit um? Gibt es intern viele Gespräche?

Kreutzer: Jeder weiß, wie wichtig das Spiel ist. Von daher muss jeder von sich aus motiviert sein. Es werden nur noch Kleinigkeiten angesprochen. Das passiert dann kurz vor oder während des Spiels.

Sport1.de: Sie haben im November letzten Jahres ihren Vertrag zu geringeren Bezügen bis 2013 verlängert. Was bindet sie an den Verein?

Kreutzer: Der Verein ist mein Heimatverein, mein Herz hängt an der DEG. Vor allem fühlen sich meine Familie und ich hier sehr wohl - das war für mich der ausschlaggebende Punkt, zu verlängern. Der Verein hat mir viel gegeben und deshalb möchte ich jetzt etwas zurück geben. Dazu gehört auch, dass ich Gehaltseinbußen in Kauf nehme. Ich hoffe natürlich, dass es da in den nächsten Jahren wieder aufwärts geht, auch finanziell.

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