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Der gebürtige Kanadier Bryan Adams spielt seit 2006 im Team der Kölner Haie © getty

Trotz ausverkaufter Halle unterliegen die Kölner dem Erzrivalen. Die Entscheidung fällt spät. Sami Hyypiä kauft 2.000 T-Shirts.

München - Die Welle der Hilfsbereitschaft für den von der Insolvenz bedrohten achtmaligen Deutschen Meister Kölner Haie erreichte am Freitagabend ihren ersten Höhepunkt.

18.523 Fans füllten die KölnArena zum 187. rheinischen Derby gegen die Düsseldorfer EG bis auf den letzten Platz und spülten dem mit rund 1,5 Millionen Euro verschuldeten Traditionsklub eine satte Einnahme in die Kassen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) .

Ein Sieg blieb den treuen Anhängern jedoch verwehrt, die Mannschaft von Trainer Bill Stewart verlor das Spektakel 3:4 (0:0, 2:1, 1:3) gegen den Erzrivalen und musste einen weiteren Rückschlag im Kampf um die Teilnahme an den Playoffs der Deutschen Eishockey Liga hinnehmen.

Hyypiä kauft 2000 T-Shirts

Schon in den Tagen zuvor drehte sich in der Domstadt und im Umland alles um die Haie.

Fußball-Bundesligist 1. FC Köln will ein Engagement prüfen, allein Bayer Leverkusens finnischer Eishockey-Fan Sami Hyypiä kaufte 2000 rote Retter-T-Shirts mit dem Aufdruck "Wir sind Haie" zum Stückpreis von 15 Euro und auf den Rängen dominierte die Farbe Rot.

Kaufmann besorgt die Entscheidung

Den Fans wurde alles geboten. Kölns Verteidiger Stephane Julien erhielt nach neun Minuten nach einem Stockcheck mit Verletzungsfolge gegen Andy McDonald fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe.

Köln ging dann trotzdem durch Martin Bartek in Führung (24.).

Wenig später gelang Adam Courchaine aber der Ausgleich (31.), doch Bartek sorgte kurz vor Ende des Abschnitts für die erneute Führung (Stenogramme: 53. Spieltag).

Dann drehte Daniel Kreutzer mit einem Doppelpack innerhalb von 17 Sekunden (46., 47.) das Spiel ehe Ivan Ciernik wieder ausglich. Evan Kaufmann erzielte dann die erneute DEG-Führung.

Wolfsburg unterliegt den Adlern

Im Schatten des Derbys ging der Kampf um die besten Platzierungen für die Playoffs hinter dem souveränen Spitzenreiter Eisbären Berlin, der am Donnerstag mit 3:2 nach Penaltyschießen gegen die Hannover Scorpions gewonnen hatte, weiter.

Dabei behauptete der EHC Wolfsburg (89 Punkte) trotz einer 1:2 (1:1, 0:0, 0:1)-Niederlage bei DEL-Rekordmeister Adler Mannheim den zweiten Tabellenplatz. Dem Dritten Düsseldorf (85) bleiben die Nürnberg Ice Tigers (85) nach einem 5:2 (3:2, 2:0, 0:0) bei den Straubing Tigers auf den Fersen.

Platz fünf behaupteten die Frankfurt Lions (83) durch ein 3:1 (0:0, 3:0, 0:1) bei den Augsburger Panthern.

Pleite für Ingolstadt

Der ERC Ingolstadt musste eine 2:7 (0:2, 1:2, 1:3)-Pleite gegen die Krefeld Pinguine hinnehmen, bleibt aber Sechster vor Hannover (78) und Mannheim (75.).

Die Iserlohn Roosters gewannen 4:3 (1:2, 1:1, 2:0) bei den Hamburg Freezers und zogen an Köln vorbei auf den zehnten Rang.

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