vergrößernverkleinern
Kapitän Daniel Kreutzer spielt seit 2002 bei der Düsseldorfer EG © imago

Die Spitzenteams der DEL präsentieren sich nach der Olympia-Pause in guter Form und steigern die Vorfreude auf die Playoffs.

München - Gut zwei Wochen vor Beginn der Meisterrunde gaben die Spitzenteams der Deutschen Eishockey Liga einen Vorgeschmack auf die Playoffs. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Das war ein Spiel auf hohem Niveau mit großer Intensität und Geschwindigkeit", sagte Trainer Don Jackson nach der 2:3-Penalty-Niederlage des Titelverteidigers Eisbären Berlin bei der Düsseldorfer EG, "eine sehr gute Vorbereitung auf die Playoffs."

Den Meister schmerzte die dritte Niederlage im vierten Saisonduell mit dem "Vize" nicht, denn er steht schon längst als Vorrundensieger fest.

Genug Vorbereitungszeit

Bei 20 Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten EHC Wolfsburg sechs Spiele vor Schluss der Hauptrunde ist Jackson ein Gegner, der sein erfolgverwöhntes Team richtig fordert, wichtiger als der x-te Saisonsieg.

"Wir haben den großen Vorteil, dass wir uns in Ruhe auf die Playoffs vorbereiten und das eine oder andere ausprobieren können", sagte der Amerikaner.

Für die DEG dagegen war der zweite Sieg im zweiten Spiel nach der Olympia-Pause extrem wichtig. Die Düsseldorfer verringerten den Rückstand auf Wolfsburg auf zwei Punkte und haben noch eine Partie mehr auszutragen als die Niedersachsen.(Stenogramme: 54. Spieltag)

"Wiedersehen im Finale"

"Platz zwei ist unser Ziel", sagte Kapitän Daniel Kreutzer. Denn der Vizemeister will die Eisbären in den Play-offs wiedersehen - "wieder im Finale", wie Kreutzer betonte.

Vor der drittbesten Saisonkulisse von 10.212 Zuschauern zeigten sich die Düsseldorfer, die vor der Olympia-Pause fünf Spiele in Folge verloren hatten, wieder von ihrer besten Seite.

Schnörkelloser Erfolg

"Wir haben zu unseren alten Tugenden zurückgefunden", sagte Manager Lance Nethery, nachdem Brandon Reid den entscheidenden Penalty verwandelt hatte: "Wir spielen einfaches Eishockey, nicht mehr mit so vielen Schnörkeln. Nur so kann man in der DEL Erfolg haben."

Dazu beigetragen hat die gut zweiwöchige Pause während der Olympischen Spiele. "Wir haben die Köpfe frei gekriegt", sagte Kreutzer: "Wir waren mental müde. Wenn der Kopf nicht frisch ist, klappt es auch nicht mit den Beinen."

Kölner Haie wieder Oberwasser

Licht am Ende des Tunnels sehen auch die Kölner Haie, die im Gegensatz zu ihrem Erzrivalen ums Überleben kämpfen. Mit dem 6:3-Sieg beim Tabellenletzten Kassel Huskies gab die Mannschaft ein Lebenszeichen und zog mit den Krefeld Pinguinen auf Platz zehn nach Punkten gleich.

Doch nicht nur die Chance, die Pre-Playoffs zu erreichen und damit weitere Einnahmen zu sichern, vergrößerte sich, auch die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Rettung wuchs wieder.

Rettungsaktion geglückt

Gut 10.000 Retter-T-Shirts mit der Aufschrift "Wir sind Haie" wurden bisher verkauft und spülten dem Klub rund 100.000 Euro in die leere Kasse - ein Fünftel der Summe, die die Haie kurzfristig brauchen, um die Insolvenz abzuwenden.

"Wir sind wieder liquide", sagte Geschäftsführer Thomas Eichin. Er gewinne nun Zeit, weiter zu planen und Gespräche mit Sponsoren zu führen.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel