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Ingolstadt verlor die beisherigen drei Duelle gegen Berlin (0:3, 5:6, 3:5) © imago

Am 58. Spieltag geht es sowohl bei der Playoff- als auch der Pre-Playoff-Quali heiß her. In Hessen sorgt ein Derby für Zündstoff.

Von Rainer Nachtwey

München/Ingolstadt - 86, 87, 88, 89 und 90 Punkte: Im Rennen um die direkte Playoff-Qualifikation der DEL geht es eng zu.

Drei Spiele vor Schluss kämpfen vom Tabellendritten DEG Metro Stars (90) bis zum -siebten ERC Ingolstadt (86) noch fünf Teams um vier Tickets.

Die Frankfurt Lions (89) und Ingolstadt müssen am 58. Spieltag mit Heimspielen gegen die Kassel Huskies bzw. Eisbären Berlin (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) vorlegen, ehe am Mittwoch beim direkten Duell (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) Düsseldorf gegen Hannover (87) zumindest einer Punkte lassen wird. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Zum Zuschauen verurteilt sind die Nürnberg Ice Tigers (88), die bereits ein Spiel mehr absolviert haben als das Quartett.

Schwerverdauliche Niederlage

Einzig die Adler Mannheim haben sich nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Kassel und Hannover aus dem Kampf verabschiedet. Das weiß auch Interims-Trainer Teal Fowler.

"Wichtig ist es nun, in Playoff-Form zu kommen, denn wir haben einen Schritt nach hinten gemacht. Vor allem die Art und Weise, wie wir gegen Kassel gespielt haben, ist nur schwer zu verdauen", sagte der Coach vor dem anstehenden Spiel gegen Köln, das für die Haie große Bedeutung für die Qualifikation zu den Pre-Playoffs hat.

"Lernen und abhaken"

In Ingolstadt, dem derzeitigen Siebten, trauert man noch immer den verpassten Punkten im Panther-Duell mit Augsburg (3:5) nach. Eine Drei-Tore-Führung aus den ersten 18 Minuten reichte den Oberbayern nicht, um gegen die Schwaben die Oberhand zu behalten.

"Lernen und abhaken. Wir haben eine gute Chance vergeigt", sagt Chefcoach Greg Thomson.

Keine Geschenke der Berliner

Mit den Eisbären kommt der unangefochtene Tabellenführer nach Ingolstadt.

Dass die als Erster feststehenden Gäste dennoch die Punkte nicht locker abschenken, sondern sich für die Playoffs einspielen, bekamen zuletzt die Nürnberger zu spüren, als die bei ihrem Gastspiel in der Hauptstadt mit 4:0 vom Eis gefegt wurden (STENOGRAMME: 57. Spieltag).

Felski hat Spaß am Youngster

Besonders einer sorgt derzeit bei den Eisbären für Aufsehen: Laurin Braun.

Der erst 19 Jahre alte Stürmer sammelte gegen Frankfurt und Nürnberg fünf Scorerpunkte. "Es macht einfach Spaß, Laurin zuzuschauen", zollt Eisbären-Urgestein Sven Felski dem Youngster Respekt.

Hessen-Derby am Ratsweg

Auf die Lions wartet mit den Kassel Huskies ebenfalls ein Team, für das es eigentlich um nichts mehr geht. Aber die Frankfurter wissen, dass die Huskies heiß auf das Hessen-Derby sind.

"Wir haben die Playoffs wieder verpasst. Aber wenn wir den Frankfurtern den Weg ins Viertelfinale vermasseln, ist die Saison gerettet", war aus Kassel zu hören.

Und auch Nationalspieler Sebastian Osterloh stimmt ein: "Für die Huskies gäbe es nichts Schöneres, als uns die Suppe zu versalzen", bestätigt der Verteidiger.

Starke Serie der Lions

Coach Rich Chernomaz ist von der direkten Qualifikation für die K.o.-Runde überzeugt: "Wir spielen derzeit sehr einfach, diszipliniert und taktisch klug. Da habe ich keine Sorgen", sagt der Trainer.

Zudem spricht ein weiterer Fakt für die Gastgeber. Keines der 24 Punktspiele in Frankfurt seit der DEL-Gründung gewannen die Huskies.

Stewart ist optimistisch

Um den letzten verbliebenen Pre-Playoff-Platz - Augsburg dürfte bei drei ausstehenden Spielen und neun Punkten Vorsprung auf Platz elf die Qualifikation sicher haben - streiten noch Köln (in Mannheim), Krefeld (in Straubing) und Iserlohn (in Wolfsburg).

"Wir haben in den letzten vier Spielen immer gepunktet, so muss es weitergehen", ist Kölns Trainer Bill Stewart vor der Begegnung in Mannheim optimistisch.

Erst punkten, dann schauen

Zumal sein Team mit 74 Punkten fünf bzw. sechs Zähler Vorsprung auf die Verfolger Krefeld und Iserlohn hat. Allerdings haben die Haie ein Spiel mehr als die Konkurrenten absolviert.

Geschäftsführer Thomas Eichin: "In Mannheim sind drei Punkte zu vergeben. Nach dem Spiel schauen wir, was wir und was die Konkurrenten geholt haben."

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