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Coach Toni Krinner stieg in seiner ersten Saison in Wolfsburg in die DEL auf © imago

Der DEB hofft nach der Olympia-Pleite auf eine reduzierte Ausländer-Quote. Wolfsburgs Trainer kontert. Nur zwei Klubs sind dafür.

Berlin - Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat nach dem mäßigen Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen eine Reduzierung der Quote für ausländische Profis in der DEL gefordert. (Krupps Verlierer kämpfen um ihren Ruf)

Die Mehrheit der DEL-Klubs lehnt den Vorstoß jedoch ab.

"Es wäre schön, wenn die DEL die Quote schrittweise auf acht und dann auf sechs Spieler aus dem Ausland reduzieren würde", sagte DEB-Präsident Uwe Harnos der "Sport Bild".

Zwischen der Weltspitze und Deutschland läge ein Klassenunterschied: "Das ändert sich nur, wenn wir die Quote ausländischer Spieler in der Liga drastisch senken."

Nur zwei Klubs dafür

Momentan darf jedes DEL-Team zwölf Lizenzen für ausländische Profis vergeben und zehn Ausländer einsetzen.

Nach einer Umfrage sind 13 der 15 DEL-Klubs gegen eine weitere Reduzierung der Quote. Nur die Hamburg Freezers und die Straubing Tigers sprechen sich für die Forderung des DEB aus. (Krueger will Bundestrainer Krupp beerben)

"Wo wollen wir denn bei 15 DEL-Klubs die ganzen Deutschen herholen. Sollen wir die etwa klonen?", fragt Toni Krinner, Trainer des Pokalsiegers EHC Wolfsburg.

"Das Spiegelbild der Nachwuchsarbeit "

Der Coach des ERC Ingolstadt, Greg Thompson, fordert eine verbesserte Nachwuchsarbeit:

"Eine Reduzierung der Ausländer löst die Strukturprobleme nicht. Die Nationalmannschaft ist das Spiegelbild der Nachwuchsarbeit. Und die ist in Deutschland nicht ausreichend. Es muss bei 80 Millionen Einwohnern mehr als 18.000 Nachwuchsspieler geben", sagt Thompson.

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