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Lance Nethery führte die Frankfurt Lions 2004 als Manager zur Deutschen Meisterschaft © imago

Der DEG-Manager setzt vor dem vorletzten Spieltag ein Zeichen. Mit einem Sieg gegen Straubing wäre der Viertelfinal-Einzug sicher.

Von Rainer Nachtwey

München/Düsseldorf - Die 0:1-Niederlage gegen die Hannover Scorpions am drittletzten Spieltag hatte das Fass zum Überlaufen gebracht.

Nach der achten Niederlage aus den letzten elf Spielen trennte sich die Düsseldorfer EG von Trainer Harold Kreis.

Am vorletzten Spieltag gegen die Straubing Tigers (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) soll nun unter Manager Lance Nethery und dem neuen Co-Trainer Bob Leslie der Umschwung gelingen und die direkte Playoff-Qualifikation perfekt gemacht werden.

"Wir haben nur drei der jüngsten acht Spiele gewonnen, nur 17 Punkte aus 18 Spielen geholt. Das ist ein Drittel der Saison. Hätten wir das die ganze Saison gemacht, wären wir jetzt mit 51 Punkten Letzter", begründet Nethery die Entlassung Kreis' (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Kein Aufwärtstrend erkennbar

Hinzukommt, dass Kreis' Abschied nach der Saison zu den Adler Mannheim bereits feststand - eine Situation, die den Schritt noch beschleunigte.

Mit der Trainer-Entlassung setzt der Manager und nun Interimstrainer ein Zeichen: Die Spieler haben keine Ausrede mehr.

"Viele Dinge haben unseren Ansprüchen nicht mehr genügt", sagt Nethery. "Ich habe keinen Aufwärtstrend mehr erkennen können."

Sieg bringt DEG ins Viertelfinale

Gegen Straubing benötigen die Düsseldorfer einen Sieg, egal ob nach regulärer Spielzeit oder erst nach der Verlängerung bzw. Penaltyschießen, da der Sechste Nürnberg und die siebtplatzierten Ingolstädter aufeinandertreffen.

Für die Gäste aus Niederbayern geht es hingegen um nichts mehr, außer sich anständig aus der Saison zu verabschieden.

Die Entlassung Kreis' in Düsseldorf missfällt Tigers-Trainer Jürgen Rumrich, wobei er weniger Mitgefühl mit seinem Kollegen zeigt, vielmehr an den Erfolg seiner Mannschaft denkt. "Das macht die Aufgabe sicher nicht leichter", mutmaßt Rumrich.

Bayrische Schützenhilfe?

Mit einem Erfolg über die DEG würden die Straubinger ihren bayrischen Rivalen Ingolstadt und Nürnberg Schützenhilfe leisten.

Mit 88 (Nürnberg) bzw. 86 Punkten (Ingolstadt) liegen die beiden Klubs in Schlagdistanz zu den Metro Stars und den Hannover Scorpions (beide 90 Zähler).

Alles oder Nichts für Ingolstadt

Für Ingolstadt wird es ein Alles oder Nichts-Spiel. Nur mit einem Dreier in Nürnberg haben die Oberbayern es selbst in die Hand.

Bei einem Sieg oder einer Niederlage in der Verlängerung bzw. Penaltyschießen müsste der ERC auf Schützenhilfe der Hamburg Freezers hoffen, die am Sonntag (ab 14.30 Uhr LIVESCORES) die Ice Tigers empfangen (STENOGRAMME: 58. Spieltag)..

Keine Rechenspielchen

"Für uns zählt nur ein dreifacher Punktgewinn", sagt ERC-Stürmer Michael Waginger. "Mit derartigen Rechenspielen oder einer Niederlage befasse ich mich überhaupt nicht."

Trotz des Rückstandes und Platz sieben geht Ingolstadts Trainer Greg Thomson guten Mutes in die letzten beiden Saisonspiele.

"Das Gute an unserer Situation ist doch, dass wir aus eigener Kraft, sprich mit zwei Siegen, die direkte Playoff-Qualifikation noch schaffen können", sagt der Coach.

Sieg und Köln ist dabei

Im Kampf um die Pre-Playoffs können die Kölner Haie die Qualifikation gegen die Iserlohn Roosters perfekt machen.

Mit einem Sieg in ihrem 56. und letzten Saisonspiel, ob nach regulärer Spielzeit oder in der Zusatzschicht, wäre die Truppe von Coach Bill Stewart nicht mehr von Rang zehn zu verdrängen.

Bilanz spricht gegen Köln

"Ich gehe gerne durch den Vordereingang", sagt der Haie-Trainer, "ich will nicht auf andere hoffen müssen."

Allerdings spricht die Bilanz gegen die Kölner. Dreimal trafen die Haie diese Saison auf die Sauerländer, dreimal siegten die Roosters (6:5 n.V., 4:0, 3:1).

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