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Mannheims Yannic Seidenberg (l.) im Zweikampf mit Augsburgs Darin Olver © getty

Drei Teams wetteifern in den Pre-Playoffs um einen undankbaren Lohn. Vor dem Duell Köln - Ingolstadt gibt es Unruhe.

München - Wer wird das erste Opfer der Eisbären Berlin?

In den am Mittwoch (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) beginnenden Pre-Playoffs der DEL wird der Viertelfinalgegner des scheinbar übermächtigen Titelverteidigers gesucht.

Wer es schafft, ist fast schon zu bemitleiden, denn die Liga ist sich einig: Der in der Hauptrunde überragende Hauptstadt-Klub ist auf dem Weg zum dritten Meistertitel in Serie nicht zu stoppen.

Neun von zehn Trainern der Playoff-Teams tippen in einer Umfrage auf die Eisbären als kommenden Meister216718 (DIASHOW: Die Meistertipps der Trainer).

Nur Zach schert aus

Einzig Hans Zach, Coach der Hannover Scorpions, lässt sich keine Prognose entlocken. "Jedes der zehn Teams kann Meister werden", sagt der ehemalige Bundestrainer lediglich.

In der Theorie mag das richtig sein, doch die Praxis in der Vorrunde legt einen anderen Schluss nahe.

Mit insgesamt 123 Punkten und 25 Zählern Vorsprung auf den Zweiten Frankfurt Lions war Berlin so dominant wie keine andere DEL-Mannschaft zuvor.

Adler gegen Panther

"Wenn sie das Viertelfinale überstehen, führt kein Weg mehr an Berlin vorbei", sagte Trainer Teal Fowler von Adler Mannheim.

Der mit Titelambition in die Saison gestartete Rekordmeister könnte Berlins Viertelfinalgegner werden.

Zuvor müssen die Kurpfälzer aber in den Pre-Playoffs im Modus "Best-of-Three" ab Mittwoch die Augsburger Panther aus dem Weg räumen. Im zweiten Duell kämpfen die Kölner Haie gegen den ERC Ingolstadt nicht nur ums sportliche Überleben.

Fowler appelliert

Die Mannheimer wollen die katastrophale Vorrunde vergessen lassen. Allerdings sind Zweifel angebracht, dass aus den starken Einzelspielern ausgerechnet in den K.o.-Begegnungen eine verschworene Einheit wird.

"Es wird eine ganz kurze zweite Saison, wenn wir uns jetzt nicht steigern", warnt Fowler, der in der kommenden Saison von Harold Kreis abgelöst wird.

Wie groß die Enttäuschung bei den Mannheimern ist, zeigt die Tatsache, dass Fowler bei den anstehenden Pre-Playoffs hartnäckig von "Playdowns" - also Abstiegsspielen - spricht.

Köln hätte Düsseldorf bevorzugt

Für die finanziell angeschlagenen Kölner, deren Zukunft nach wie vor auf der Kippe steht, wäre ein Weiterkommen auch aus wirtschaftlicher Sicht ein Segen.

"Durch unsere Umsatzprobleme in dieser Saison sind wir gezwungen, beim bis zum 30. Mai laufenden Lizenzierungsverfahren nachzubessern", sagt Geschäftsführer Thomas Eichin: "Düsseldorf wäre mir daher aus finanziellen Gründen als Gegner lieber gewesen."

Ingolstadts scheidender Kapitän Glen Goodall zeigt sich derweil im Sport1.de-Interview "zuversichtlich" die Haie rauszuwerfen, "weil wir in den letzten Spielen sehr gut drauf waren".

Stewart sortiert Bartek aus

Für Unruhe sorgte Coach Bill Stewart, weil er unmittelbar vor dem Playoff-Start Stürmer Martin Bartek aussortierte, der in der Hauptrunde mit 46 Punkten viertbester Scorer des Teams war.

Stewart warf dem Slowaken mangelnde Defensivarbeit und Einstellung vor: "Wir brauchen gut und hart arbeitende Jungs. Bartek hat mit seinen Vorstellungen nicht in dieses Umfeld gepasst."

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