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Die Kölner Haie holten achtmal in der Vereinsgeschichte die Deutsche Meisterschaft © getty

Die finanziell angeschlagenen Kölner peilen den ersten Schritt gegen das wirtschaftliche Aus an. Maracle erhält ein Sonderlob.

München - Erst bewies Bill Stewart ein glückliches Händchen, dann ballte der Trainer der Kölner Haie nach dem ersten Streich in den Vor-Playoffs die Faust.

Nach dem 6:1-Sieg der Haie beim ERC Ingolstadt war die Erleichterung beim finanziell angeschlagenen Ex-Meister deutlich zu spüren 216718 (DIASHOW: Die Meistertipps der Trainer).

Mit einem Sieg am Freitag am Rhein kann der achtmalige Champion den Einzug ins Playoff-Viertelfinale perfekt machen und sich beim wirtschaftlichen Überlebenskampf mindestens einen weiteren Zahltag sichern.

"Norm Maracle war der Unterschied", sagte Stewart, zollte seinem Torhüter ein Sonderlob - und stellte sich damit selbst ein gutes Zeugnis aus.

"Das war der erste Schritt"

Denn Stewart hatte dem Kanadier trotz fehlender Spielpraxis den Vorzug im Tor vor Lars Weibel gegeben und damit den Grundstein für den Erfolg in Ingolstadt gelegt.

Im ersten Drittel war es Maracle, der die Haie vor einen Rückstand bewahrte. Im zweiten Spielabschnitt sorgten Bryan Adams und Jason Jaspers in Unterzahl für die Vorentscheidung.

"Das war der erste Schritt, aber wir müssen nachlegen", forderte Stewart.

Wichtiger Schritt gegen das wirtschaftliche Aus

In den Viertelfinals würden die Haie, die sich als Zehnter nach der Vorrunde geradeso für die Vor-Playoffs qualifiziert hatten, auf Titelverteidiger Eisbären Berlin treffen (Alle Eishockey-News).

Dort wären die Rheinländer zwar krasser Außenseiter, doch zumindest im Kampf gegen das wirtschaftliche Aus hätten die Haie einen wichtigen Schritt gemacht.

Den Kölnern sollen kurzfristig 500.000 Euro fehlen, es droht der Gang zum Insolvenzgericht.

Dagegen droht dem mit Titelambitionen in die Saison gestarteten Rekordmeister Adler Mannheim nach dem 1:4 bei den Augsburger Panthern das frühe sportliche Scheitern.

Adler enttäuschen erneut

"Der Druck ist riesig. Wenn wir uns jetzt nicht zusammenreißen, wird es eine ganz kurze zweite Saison. Jeder muss 100 Prozent geben", forderte Mannheims Trainer Teal Fowler, der in der kommenden Saison von Harold Kreis abgelöst wird.

Trotz der Führung durch Ahren Spylo enttäuschten die Adler erneut.

Matchwinner für Augsburg, das zuvor bereits drei seiner vier Saisonduelle gegen die Adler gewonnen hatte, war Tyler Beechey mit drei Toren.

"Jetzt wollen wir den Einzug in die Viertelfinals perfekt machen", sagte Beechey.

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