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Zwei Eisbären nehmen im Hauptrundenduell einen Panther in die Zange © imago

Sieben gegen Einen ? wenn am Dienstag die DEL-Playoffs starten, klärt sich die Meisterfrage wohl nur über den Titelverteidiger.

Von Ingo Weber

München - Am Dienstag (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) beginnt in der DEL die heiße Phase um den Titel, der Startschuss für die Playoffs fällt. (DATENCENTER: Viertelfinale)

Vor der K.o.-Runde drängen sich einige Fragen auf: Ist ein Verein in der Lage, die Eisbären Berlin vom Thron zu stoßen?

Wird Wolfsburg seiner Geheimfavoriten- rolle gerecht, kann Hans Zach mit Hannover seine letzte Titelchance nutzen und verleiht der Vor-Playoff-Erfolg über Köln den Ingolstädtern Flügel?

Sport1.de analysiert die vier Partien der ersten Runde.

Eisbären Berlin (1. Platz) ? Augsburger Panther (8.)

Vier Meistertitel und ein Pokalsieg in den letzten fünf Jahren - die Eisbären Berlin sind sportlich momentan in der DEL das Maß aller Dinge. 216718 (DIASHOW: Die Meistertipps der Trainer)

Als erster der Hauptrundentabelle gehen die Eisbären auch als Favorit ins Duell mit den Augsburger Panthern. Doch nach zwei Niederlagen in Augsburg sollten die Eisbären auf der Hut sein.

"Es gibt in den Playoffs keine leichten Gegner", warnt auch Kapitän Steve Walker.

Außenseiter Augsburg

Augsburg würde dem Favoriten gerne ein Bein stellen und fühlt sich in der Außenseiterolle pudelwohl. " Wir haben die Eisbären in der Vorrunde nicht zweimal geschlagen, weil die Sterne auf unserer Seite waren", bestätigt Augsburgs Trainer Larry Mitchell.

Die Panther überzeugten zwar in den Vor-Playoffs gegen die Adler Mannheim, doch der Vorteil des letzten Heimspiels spricht eindeutig zugunsten des Titelverteidigers, der seit 2007 kein K.o-Runden-Duell verlor.

Außerdem wird auch der ewige Punkterekord den Eisbären den nötigen Auftrieb geben. Die Berliner sammelten in der Hauptrunde 123 Punkte und übertrafen damit die alte Bestmarke der München Barons (121) aus der Saison 2000/01. (Alle Eishockey-News)

Direktes Duell: 2:2. Die Sport1.de-Einschätzung: Die Chancen stehen 80:20 für ein Berliner Weiterkommen

Frankfurt Lions (2.) - ERC Ingolstadt (7.)

Ingolstadt reist mit breiter Brust nach Frankfurt. In einem packenden Duell mit den Kölner Haien in den Vor-Playoffs behielt der ERC mit 2:1 die Oberhand und buchte das Ticket für die K.o.-Runde.

"Die Karten werden neu gemischt", sagte ERC-Coach Greg Thompson, der die Favoritenrolle eindeutig bei den Hessen sieht: "Die Frankfurter haben die Hauptrunde als Tabellenzweiter abgeschlossen. Alleine daher sind sie Favorit in dieser Serie. Aber wir werden bereit sein."

Duell der Toptorjäger

Wenn die Oberbayern auf die Hessen treffen, ist es auch das Aufeinandertreffen der beiden Toptorjäger der DEL. Der Frankfurter Jeff Ulmer (74 Scorerpunkte) verdrängte erst kurz vor Toresschluss der Hauptrunde den Ingolstädter Thomas Greilinger (73) von der Spitze.

Als Zweiter der Hauptrunde gelten die Lions als Favorit. Doch der Blick auf die direkten Duelle zeigt, dass ein Heimspiel nicht unbedingt ein Vorteil für die Frankfurter ist.

Ein Spiel am heimischen Ratsweg gewannen die Lions erst in der Overtime, das andere Mal zogen sie mit 4:6 den Kürzeren.

Direktes Duell: 1:3. Die Sport1.de-Einschätzung: 50:50

Hannover Scorpions (4.) - Nürnberg Ice Tigers (5.)

Obwohl sich die Scorpions mit Platz vier den Heimvorteil gesichert haben, rechnen die Experten den Nürnberg Ice Tigers mehr als nur Außenseiterchancen aus.

Doch in seiner letzten Saison als Trainer der Scorpions erhält Trainer Hans Zach ausgerechnet gegen die Nürnberger eine zweite Chance.

In seinem ersten Jahr in Hannover war Zach im Viertelfinale an den Ice Tigers gescheitert.

"Die Scorpions liegen uns"

Für die Scorpions wird es vor allem darum gehen, die Nürnberger Abwehr, das Prunkstück der Franken, auseinander zu hebeln.

Ice-Tiger-Kapitän Shane Peacock ist sich jedoch sicher: "Die Scorpions liegen uns."

Drei der vier bisherigen Duelle entschied Nürnberg für sich. Auch das Heimrecht der Hannoveraner sollte man nicht zu hoch einschätzen, beide Begegnungen in der TUI Arena gingen verloren.

Direktes Duell: 1:3. Die Sport1.de-Einschätzung: 40:60.

EHC Wolfsburg (3.) - Düsseldorfer EG (6.)

Der EHC Wolfsburg geht als Geheimfavorit auf den Titel in die Playoffs.

EHC-Kapitän Blake Sloan gewann bereits den Stanley-Cup und zieht Vergleiche: "Die Hauptrunde war der Test, jetzt gilt es, das alles in die Waagschale zu werfen, in der großen Prüfung gewinnbringend umzusetzen. Wenn jeder seinen Job erfüllt, kleine Dinge richtig macht, dann summieren sie sich zur großen Sache."

DEG schwächelt

Mit großer Sache meint der ehemalige NHL-Crack die Meisterschaft, über die in Wolfsburg laut nachgedacht wird.

Obwohl sich in den direkten Duellen keiner der beiden Vereine einen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte, schwächelte die DEG in der Schlussphase der Hauptrunde und die letzten vier Spiele gingen verloren.

Auch aufgrund des Heimspielnachteils bleibt der DEG nur die Außenseiterrolle.

Direktes Duell: 2:2. Die Sport1.de-Einschätzung: 70:30.

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