vergrößernverkleinern
Wer behält die Übersicht? Rudelbildung bei Augsburg gegen die Eisbären © imago

Nach der Pleite in Augsburg muss der Meister schon im Playoff-Viertelfinale bangen. Ein DEG-Spieler fühlt nur "Frust und Hass".

München - Zitterpartie statt Durchmarsch: Meister Eisbären Berlin muss überraschend schon im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) um die erfolgreiche Titelverteidigung bangen.

Der Champion der vergangenen drei Jahre steht nach der 1:2-Niederlage bei den Augsburger Panthern und dem 1:1-Ausgleich in der "best-of-five"-Serie am Samstag (ab 17.30 Uhr LIVESCORES) vor eigenem Publikum bereits gehörig unter Zugzwang.

"Wir müssen härter arbeiten", sagte Eisbären-Coach Don Jackson nach der Niederlage beim Angstgegner und gab sich darüber hinaus recht wortkarg. 216718 (DIASHOW: Die Meistertipps der Trainer)

Die Berliner, die sich in den letzten fünf Jahren viermal die DEL-Krone aufsetzten, wollen unbedingt mit einer 2:1-Führung im Rücken am Ostermontag nach Augsburg fahren.

"Augsburg ist grundsätzlich schwer zu spielen"

Schließlich wissen sie um ihre schlechte Bilanz bei den Panthern: Die drei Auswärtsspiele der Saison im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion gingen verloren.

"Augsburg ist halt grundsätzlich schwer zu spielen", sagte Jackson, dessen Mannschaft nach dem Hauptrunden-Rekord mit 123 Punkten noch nicht den Playoff-Rhythmus gefunden hat.

Und der Coach ergänzt: "Wir haben viele Torchancen. Aber wir nutzen sie nicht konsequent genug."

Fans als Erfolgsgeheimnis

Die Panther, die in den Vor-Playoffs DEL-Rekordmeister Adler Mannheim aus dem Titelrennen geworfen hatten, hoffen nun auf den nächsten Coup. (DATENCENTER: Die Viertelfinale)

"Die Playoffs beginnen immer wieder von Neuem. Jeder hat seine Chance", sagte Larry Mitchell.

Der Trainer bedankte sich nicht zuletzt auch bei den 7032 Zuschauern, die für die Augsburger Saisonrekord-Kulisse sorgten: "Die Fans waren sehr wichtig für die Mannschaft. Sie haben uns nach vorn getrieben."

"Ich fühle Frust und Hass"

Während Top-Favorit Berlin in Bedrängnis ist, steht Vizemeister Düsseldorfer EG sogar schon dicht vor dem Aus: Die Rheinländer kassierten eine 3:6-Heimniederlage gegen den EHC Wolfsburg und liegen in der Serie vor dem dritten Spiel bei den Niedersachsen 0:2 zurück.

"Ich fühle Frust und Hass. Aber das muss sich am Samstag in positive Energie entladen", sagte DEG-Nationalspieler Korbinian Holzer.

Verzichten muss Düsseldorf bei seiner Aufholjagd auf Stürmer Patrick Reimer, der sich eine Schultereckgelenk-Verletzung zuzog.

Zurückhaltung bei Krinner

Beim Geheimfavoriten aus Wolfsburg war die Freude dagegen groß.

Euphorie wollte Anton Krinner aber nicht aufkommen lassen:

"Auch in Wolfsburg weiß man, dass der dritte Sieg immer der schwerste ist. Wir werden mit Sicherheit nicht den Fehler machen und die Partie auf die leichte Schulter nehmen", so der EHC-Trainer.

ERC schafft Ausgleich

Vor dem Einzug ins Halbfinale stehen auch die Hannover Scorpions.

Das Team des ehemaligen Bundestrainers Hans Zach setzte sich bei den Nürnberg Ice Tigers mit 4:3 durch und braucht wie Wolfsburg nur noch einen Sieg.

Offen ist das Duell zwischen dem ERC Ingolstadt und den Frankfurt Lions.

Ingolstadt feierte dank einer überragenden Leistung von Nationaltorwart Dimitri Pätzold einen 2:0-Erfolg gegen den Hauptrunden-Zweiten und machte somit die Auftaktniederlage wett.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel