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Brett Engelhardt (re.) wechselte 2008 von den Hamilton Bulldogs zu den Augsburger Panthern © getty

Berlin verabschiedet sich sang- und klanglos aus den Playoffs. Hannover macht es spannend, aber hat gegen Nürnberg die Nase vorn.

München - Die Sensation ist perfekt: Titelverteidiger Eisbären Berlin ist im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gescheitert.

Das überragende Team der Hauptrunde unterlag im entscheidenden fünften Spiel den Augsburger Panthern in eigener Halle mit 2:6 (1:3, 0:1, 1:2).

Zudem lösten die Hannover Scorpions das Halbfinal-Ticket. Die Mannschaft des ehemaligen Bundestrainers Hans Zach besiegten in Spiel fünf die Nürnberg Ice Tigers dank eines starken ersten Drittels 4:3 (4:1, 0:1, 0:1).

In der am Freitag beginnenden Runde der letzten Vier (best of five) gastiert Augsburg nun beim EHC Wolfsburg, Hannover erwartet den ERC Ingolstadt. (DATENCENTER: Die Viertelfinale)

Augsburg dreht das Spiel

Pokalsieger Wolfsburg hatte im Viertelfinale Vizemeister Düsseldorfer EG ausgeschaltet (3:0 Siege), Ingolstadt hatte sich gegen die Frankfurt Lions durchgesetzt (3:1).

Vor 14.000 Zuschauern in Berlin erwischten die Gastgeber den besseren Start und gingen durch ein Überzahltor von Steve Walker (9.) in Führung.

Doch die Augsburger, die schon das dritte Spiel beim Favoriten gewonnen hatten, zeigten sich vom Rückstand unbeeindruckt und schlugen in eigener Überzahl durch Treffer von Jeff Likens (15.) und Brett Engelhardt (16.) zurück.

Tyler Beechey legte für den Außenseiter im ersten Drittel sogar noch nach (18.).

Titel ist kein gutes Vorzeichen

Auch im Mittelabschnitt hofften die Eisbären-Fans vergebens auf die Wende - trotz eines Schussverhältnisses von 24:5. Daren Olver sorgte mit dem vierten Tor der Gäste für eine Vorentscheidung (34.).

Im Schlussdrittel gelang Richie Regehr zwar das 2:4 (49.), doch als die Eisbären in der Schlussphase ihren Torhüter vom Eis nahmen, stellten Engelhardt (59.) und Chris Collins (60.) den Endstand her.

Die Berliner, die in der Hauptrunde mit 123 Punkten einen DEL-Rekord aufgestellt hatten, waren schon in der Saison 2006/07 als Titelverteidiger frühzeitig gescheitert.

Damals schied der Hauptstadt-Klub in den Vor-Playoffs aus.

Hannover mogelt sich durch

Vor 3.896 Besuchern in Hannover sah zunächst alles nach einer klaren Angelegenheit für die Gastgeber aus. Thomas Dolak (6.), Adam Mitchell (12.) und Rainer Köttstorfer (14.) sorgten für eine schnelle 3:0-Führung. 216718 (DIASHOW: Die Meistertipps der Trainer)

Doch die Gäste, die in der Serie schon 0:2 zurückgelegen hatten, verkürzten durch Roland Mayr (16.). Für die Niedersachsen stellte Aris Brimanis aber noch im ersten Drittel den alten Abstand wieder her (19.).

Treffer von Brad Leeb (25.) und Dan Spang (43.) brachten die Franken aber wieder heran. Doch Hannover überstand die hektische Schlussphase ohne weiteren Gegentreffer.

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