vergrößernverkleinern
Klaus Kathan (M.) gewann 2006 den Pokal mit der DEG © imago

Die Scorpions setzen sich im zweiten Spiel der Playoff-Halbfinals in Ingolstadt durch.

München - Favoritenschreck Augsburger Panther und die Hannover Scorpions stehen kurz vor ihrer ersten Finalteilnahme in DEL.

Hannover gewann sein zweites Halbfinale in der Best-of-Five-Serie mit 4:1 (2:0, 0:0, 2:1) beim ERC Ingolstadt und benötigt nach dem 6:0 im ersten Match nur noch einen Sieg, um den bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt zu machen.

Bereits am Dienstag (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) kann das Team des ehemaligen Bundestrainers Hans Zach vor eigenem Publikum die Endspielteilnahme unter Dach und Fach bringen (DATENCENTER: Das Halbfinale).

Augsburg kann nach einem 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)-Zittersieg gegen den EHC Wolfsburg einen Tag später nachziehen. Die Bayern hatten das erste Match in der Autostadt 3:2 nach Verlängerung gewonnen.

Zach über Ingolstädter Spiel erbost

"Unser Defensivspiel war der Schlüssel zum Erfolg, zudem haben wir im Gegensatz zu Ingolstadt diszipliniert zu Ende gespielt", sagte Zach nach der Schlusssirene in der ERC-Arena.

Der Alpen-Vulkan echauffierte sich über einige Aktionen des Gegners, die nur darauf abgezielt hätten, seine Spieler zu verletzen: "So ein Eishockey mag ich nicht und würde es bei meiner Mannschaft auch nicht dulden."216718 (DIASHOW: Die Meistertipps der Trainer)

Greilinger fehlt gesperrt

Sein Gegenüber Greg Thompson ärgerte sich vor allem über die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Thomas Greilinger, der dadurch am Dienstag gesperrt ist.

"Die Strafe war nicht korrekt", sagte der ERC-Coach, der sich dennoch kämpferisch gab: "Meine Mannschaft hat Charakter, die Serie ist noch nicht beendet."

Hannover mit glänzendem Auftakt

Vor 4534 Zuschauern dominierten die Gäste die Begegnung vom Start weg und gingen bereits in der 4. Minute durch den zweiten Playoff-Treffer von Rainer Köttstorfer in Führung. Fünf Minuten später nutzte Sascha Goc die erste Überzahl der Scorpions zum 2:0 (Stenogramme: 2. Spiel).

Im Mittelabschnitt erhöhten die Hausherren den Druck, bis auf einen Pfostentreffer von Joe Motzko kurz vor der Pause kam allerdings nichts dabei heraus.

Cottreau bricht Widerstand

Im Schlussdrittel zogen die Niedersachsen durch Adam Mitchell (48.) auf 3:0 davon, ehe Prestin Ryan zwei Minuten später der erste Halbfinal-Treffer für die Oberbayern glückte.

Nach dem 4:1 durch Ben Cottreau (56.) war der Widerstand von Ingolstadt aber endgültig gebrochen.

Endras überragt

In Augsburg taten sich die Gastgeber vor 7774 Besuchern in ausverkaufter Halle schwer. Nach dem 1:0 durch Connor James (14.) hatte Wolfsburg zahlreiche Chancen, der starke Dennis Endras im Panther-Tor verhinderte aber mehrmals den Ausgleich.

"Das ist wahnsinn. Wir hatten das größere Herz, daher haben wir verdient gewonnen", sagte Matchwinner Endras.

Die Panther, die zuvor DEL-Rekordchampion Adler Mannheim und Titelverteidiger Eisbären rausgeschmissen hatten, brachten am Ende mit Glück den Sieg über die Zeit.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel