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Endras hat in den Playoffs eine Fangquote von 95,2 Prozent und kassiert nur 1,88 Tore © imago

Beide Teams sind nur noch einen Sieg vom Finale entfernt. Coach Zach warnt vor Nachlässigkeiten, Augsburg feiert den Keeper.

München - Effektiv-Meister Hannover Scorpions mit kühlem Kopf, Favoritenschreck Augsburger Panther mit heißem Herz:

Beide Teams können in der DEL bereits im dritten Playoff-Halbfinale den Einzug in die Endspielserie und damit den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte perfekt machen.

Während Hannover am Dienstag (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) gegen den ERC Ingolstadt wieder auf sein gnadenlos effektives Spiel setzt, will sich Augsburg einen Tag später (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) beim EHC Wolfsburg von der Euphorie-Welle treiben lassen.

Hannover überzeugt

"In den Playoffs kommt es darauf an, geduldig zu spielen. Derjenige, der cleverer spielt, kommt eine Runde weiter", sagte Scorpions-Trainer Hans Zach nach dem 4:1-Sieg in Ingolstadt.

Wie schon beim 6:0 zum Auftakt überzeugten die Niedersachsen mit starker Defensive und noch besserer Chancenverwertung.

Nürnberg-Serie als Lehre

An Nachlässigkeiten seiner Spieler glaubt der ehemalige Bundestrainer Zach nicht: "Nürnberg sollte uns eine Lehre sein."

Im Viertelfinale gegen die Ice Tigers hätten die Scorpions beinahe einen 2:0-Vorsprung verspielt. Erst im fünften und entscheidenden Spiel wurde der Sack zugemacht (DATENCENTER: Das Halbfinale)..

"Damals waren wir im dritten Spiel nicht bereit, das wird uns nicht noch einmal passieren", sagte der zuletzt überragende Torhüter Travis Scott.

Thomson glaubt an sein Team

Doch trotz der zwei deutlichen Niederlagen hat sich der ERC noch nicht aufgegeben.

"Die Serie ist noch nicht vorbei. Wir fahren nach Hannover, um dort zu gewinnen. Meine Mannschaft hat Charakter", sagte Coach Greg Thomson 216718 (DIASHOW: Die Meistertipps der Trainer).

Pätzold in der Krise

Allerdings hat sein Team auch Probleme mit der Spielweise des Gegners. Gegen die schnellen Scorpions-Konter ist die offensive Abwehr anfällig, zudem haben die Bayern ausgerechnet in der entscheidenden Saisonphase ein Torwartproblem.

Im zweiten Spiel nahm Thomson den nicht souverän wirkenden Dimitri Pätzold nach dem vierten Gegentreffer vom Eis. Möglicherweise wird der Nationalgoalie am Dienstag nicht beginnen.

Endras hält überragend

Bei den Augsburgern dagegen wird der Torhüter derzeit gefeiert. Dennis Endras sicherte mit 36 gehaltenen Schüssen neben Siegtorschütze Connor James (14.) das 1:0 gegen Wolfsburg (Stenogramme: 2. Spiel).

"Wir hatten das größere Herz, daher haben wir verdient gewonnen", sagte Endras.

Der Höhenflug des Favoritenschrecks, der zuvor schon DEL-Rekordmeister Adler Mannheim und Titelverteidiger Eisbären Berlin aus dem Rennen geworfen hat, sorgt für riesige Begeisterung in Augsburg und Umgebung. "Was hier abgeht, ist einfach der Wahnsinn", sagte Endras.

Jörg fällt lange aus

Eine schlechte Nachricht musste Trainer Larry Mitchell trotz all der Euphorie dennoch hinnehmen: Thomas Jörg wird dem AEV für die restlichen Saisonspiele fehlen. Der Stürmer zog sich am Sonntag eine schwere Sprunggelenkverletzung zu.

Wie der Klub mitteilte, sind bei Jörg sowohl Innen- und Außenknöchel des rechten Fußes gebrochen sowie die Bänder abgerissen. Der Angreifer wird voraussichtlich erst in drei Monaten wieder voll belastbar zu sein.

Fliegauf hat noch Hoffnung

Die Wolfsburger aber wollen der Panther-Party ein Ende setzen. Allerdings fanden sie bislang kein Mittel gegen die kompakte Spielweise des Gegners.

Vor allem der Torabschluss war bislang alles andere als finalwürdig. "Wenn wir vorne unsere Chancen besser nutzen, können wir die Serie noch drehen", meinte EHC-Sportdirektor Charly Fliegauf.

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