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Mit vereinten Kräften jagt Hannovers Tino Boos (l.) den Ingolstädter Dominik Walsh (Mi.) © getty

1:4 liegt Hannover in Spiel drei gegen Ingolstadt hinten. Doch in der Overtime schießt der Routinier Zachs Team ins Finale.

Hannover - Der frühere Bundestrainer Hans Zach greift mit den Hannover Scorpions nach seinem ersten deutschen Meistertitel seit 1993. 216718 (DIASHOW: Die Meistertipps der Trainer)

Der "Alpen-Vulkan" führte die Niedersachsen durch ein 5:4 (1:2, 2:2, 1:0, 1:0) nach Verlängerung im dritten Halbfinal-Spiel gegen den ERC Ingolstadt erstmals in der Vereinsgeschichte in die Endspiel-Serie. (DATENCENTER: Das Halbfinale)

Mit dem dritten Sieg beendeten die Scorpions das Halbfinale im Schnell-Durchgang und bewiesen nach einem zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand zudem große Moral.

Goc mit Entscheidung

Den vielumjubelten Siegtreffer erzielte Geburtstagskind Sascha Goc nach bereits 97 Sekunden der Verlängerung in Überzahl.

"Das Ding nach einem 1:4 noch zu drehen, ist Wahnsinn", sagte Goc, der am Mittwoch seinen 31. Geburtstag feiert: "Aber wir haben nie aufgehört, an uns zu glauben, das hat man gemerkt. Wer jetzt ins Finale kommt, ist mir völlig egal."

Für Zach ist es die erste Endspiel-Teilnahme seit 2003, als er mit den Kölner Haien die Finalserie gegen die Krefeld Pinguine verlor.

Seinen bis dato letzten deutschen Meistertitel holte er vor 17 Jahren mit der Düsseldorfer EG.

Panther mit Matchball

Am Mittwoch (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) haben die Augsburger Panther ebenfalls den ersten Matchball zum ersten Final-Einzug der Vereinsgeschichte.

Allerdings muss der Vorrunden-Achte dabei beim Hauptrunden-Dritten EHC Wolfsburg antreten. (Stenogramme: Spiel 3)

Für einen ungewöhnlichen Zwischenfall sorgte ein Fan der Ingolstädter.

Bierdusche für Thomson

Der schüttete "seinem" Trainer Greg Thomson unmittelbar nach dem Ausgleich zum 4:4 einen Bierbecher auf dem Kopf aus und wurde von Sicherheitskräften aus der Halle geführt.

Hannover wirkte zu Beginn ausgesprochen nervös.

Das Powerplay-Tor von Joe Motzko (6.) konterten die Scorpions aber bereits 49 Sekunden später durch Klaus Kathans dritten Playoff-Treffer.

Moral stimmt

Das 1:2 der ohne ihren gesperrten Topscorer Thomas Greilinger angetretenen Gäste durch Carl Corazzini sieben Sekunden vor der ersten Pause, schockte das Zach-Team aber offenbar bis ins Mark.

Jakub Ficenc (29.) und erneut Corazzini (30.) erhöhten zur Hälfte des Spiels auf 1:4 und schienen damit bereits für eine Vorentscheidung gesorgt zu haben.

Doch zumindest die Moral der Scorpions stimmte.

Kiefer ahnt Wende

Eine Powerplay-Situation nutzten sie innerhalb von 31 Sekunden gleich zu zwei Treffern durch Ben Cottreau und Sascha Goc (beide 33.) und waren wieder im Spiel.

"Ingolstadt spielt gut, aber die Jungs haben so viel Selbstvertrauen, dass sie das noch umdrehen können", meinte Nicolas Kiefer, Tennis-Profi und "Edel-Fan" der Niedersachsen in der zweiten Drittelpause.

Im letzten Abschnitt rannten die Gastgeber dann auch energisch an und wurden durch den Ausgleich von Matt Dzieduszycki belohnt (58. ).

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