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Ulrich Maurer (l.) wechselte 2008 vom SC Riessersee nach Augsburg © getty

Die Panther entscheiden die "Best-of-five"-Serie gegen Wolfsburg für sich und buchen das erste Finale der Klubgeschichte.

Augsburg - Die Augsburger Panther sind zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in das Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) eingezogen.

Im vierten Spiel des Playoff-Halbfinales setzten sich die Schwaben 3:2 (0:1, 1:0, 2:1) gegen den EHC Wolfsburg durch.

In der "Best-of-five"-Serie sicherten sich die Panther somit den entscheidenden dritten Sieg. (DATENCENTER: Das Halbfinale)

Im Finale trifft das Team von Trainer Larry Mitchell auf die Hannover Scorpions, die sich in der Vorschlussrunde gegen den ERC Ingolstadt durchgesetzt hatten.

"Augsburg steht verdient im Finale"

"Ich bin überglücklich. Es ist fast unbeschreiblich, was meine Jungs hier geleistet haben. Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft", sagte Mitchell nach dem Erfolg.

Ganz anders sah die Gefühlswelt beim Wolfsburger Coach Toni Krinner aus.

"Wir haben die Serie nicht heute, sondern im ersten Spiel verloren. Da waren wir nicht so gut wie im zweiten, dritten und vierten Spiel. Wir haben gekämpft und getan, was wir konnten. Es hat nicht gereicht. Augsburg hat sehr engagiert gespielt und ist verdient im Finale", meinte Krinner.

Mit dem 6:1-Sieg vom Mittwochabend im Rücken, mit dem Wolfsburg das vierte Spiel erzwungen hatte, präsentierte sich der Vorrunden-Dritte zunächst entsprechend selbstbewusst.

Hospelt bringt Wolfsburg in Führung

Nach zehn ausgeglichenen Anfangsminuten übernahmen die Niedersachsen die Initiative und gingen durch ein Überzahl-Tor von Kai Hospelt in Führung (13.).

Die Mannschaft von Trainer Toni Krinner zeigte die bessere Spielanlage, wirkte frischer und war meistens einen Schritt schneller als der jeweilige Gegenspieler.

Doch mit dem Ausgleich durch Christian Chartier (37.), ebenfalls in Überzahl, kam Augsburg besser ins Spiel und war von 7105 Zuschauern unterstützt fortan ein Gegner auf Augenhöhe.

Vorentscheidung im Schlussdrittel

Brett Engelhardt, mit 28 Toren treffsicherster Augsburger der Hauptrunde, gelang schließlich die erstmalige Führung (49.), Chartier sorgte mit seinem zweiten Treffer für die Vorentscheidung (57.).

Hospelt konnte für die Gäste nur noch verkürzen (59.).

Der erste Finalteilnehmer stand bereits am Dienstag fest.

Gegen Hannover im Finale

Die Scorpions, Mannschaft des ehemaligen Eishockey-Bundestrainers Hans Zach, erreichten durch ein 5:4 nach Verlängerung im dritten Halbfinal-Spiel gegen den ERC Ingolstadt erstmals in der Vereinsgeschichte die Endspiel-Serie.

Für Zach ist es die erste Endspiel-Teilnahme seit 2003, als er mit den Kölner Haien in der Finalserie gegen die Krefeld Pinguine verlor.

Den letzten Meistertitel hatte Zach vor 17 Jahren mit der Düsseldorfer EG geholt.

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