vergrößernverkleinern
Im Jahr 2003 sicherten sich die Pingunie letztmalig den deutschen Meistertitel © imago

Tabellenführer Krefeld patzt erneut. Wolfsburg gewinnt das Verfolgerduell, Mannheim leistet sich einen peinlichen Ausrutscher.

Kassel - Die Krefeld Pinguine haben sich in der Deutschen Eishockey Liga einen weiteren Ausrutscher geleistet und spüren den Atem der Verfolger wieder im Nacken.

Der Tabellenführer und Meister von 2003 unterlag am 12. Spieltag überraschend bei Aufsteiger Kassel Huskies mit 2:5 (1:0, 1:1, 0:4) und büßte die Hälfte des bisherigen Vier-Punkte-Vorsprungs auf die Konkurrenz ein.

Erster Jäger des KEV ist nun der EHC Wolfsburg, der das Verfolgerduell mit den Augsburger Panthern (20) mit 7:4 (2:1, 3:2, 2:1) für sich entschied.

Mannheim patzt gegen Hannover

Damit hat der EHC nun 22 Punkte auf dem Konto, zwei Punkte mehr als der bisherige Tabellendritte Adler Mannheim, der den Hannover Scorpions (21) klar mit 2:6 (1:2, 0:3, 1: 1) unterlag.

Für den sechsmaligen deutschen Meister war es die höchste Heimniederlage seit dem 14. Spieltag der Saison 2006/07 (0: 4 gegen Hannover).

Roosters rücken weiter vor

Die Iserlohn Roosters übernahmen mit einem 4:1 (3:0, 0:1, 1:0) gegen die Frankfurt Lions und 21 Punkten den dritten Platz.

Die Ice Tigers Nürnberg mussten sich den Straubing Tigers auf eigenem Eis mit 2:3 (0:0, 1:3, 1:0) geschlagen geben, damit rückten die Gäste bis auf einen Punkt an Nürnberg heran.

Gut angefangen, stark nachgelassen

Vor 3714 Zuschauern in Kassel stellte Patrick Hager für die Pinguine mit zwei Toren (7./21.) die Weichen scheinbar auf Sieg.

Den Huskies gelang durch Ryan Kraft (34.) der Anschlusstreffer, im letzten Drittel sorgten Martin Bartek (50.) und Alex Leavitt (52.) für die Wende in einem harten Spiel mit vielen Strafzeiten.

Am Ende wurde es für die Gäste richtig bitter, wiederum Martin Bartek (56.) und Shawn McNeil (59.) erhöhten auf 5:2.

Flügellahme Adler

In Mannheim war der Großteil der 11.624 Besucher entsetzt über den Auftritt der Adler.

Nach einem ausgeglichenen ersten Abschnitt erlebten die Gastgeber im zweiten Drittel fünf schwarze Minuten mit Gegentoren durch Eric Schneider (29.), Adam Mitchell (30., in Unterzahl) und Patrick Köppchen (33.).

Für eine Aufholjagd fehlte anschließend die Kraft.

Iserlohn startet furios

Iserlohn startete vor 3417 Zuschauern furios und legte den Grundstein für den Erfolg in den ersten zwölf Minuten. Henry Martens (4.), Paul Traynor (6.) und Chris Schmidt (12.) schossen schnell ein 3:0 heraus.

Dann ließen es die Gastgeber ruhiger angehen, im zweiten Drittel gelang John Slaney (26.) das 1:3. Den Endstand stellte Bob Wren (57.) her.

Wolfsburg drehte ein frühes 0:1 (Thomas Jörg, 6.) auch dank eines Doppelschlags von Ken Magowan (27./32.) in eine 4:1-Führung, ließ die Gäste danach allerdings noch von 2:5 auf 4:5 herankommen.

Arvids Rekis (47.) und Marvin Degon (55.) sorgten für klare Verhältnisse.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel