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Chris Herperger (l.) erzielte für die Hannover Scorpions das 1:0 © getty

Hannover steht nach dem 3:2 in Augsburg von der ersten Meisterschaft. Für die Panther wird es in den Finalplayoffs sehr schwer.

Augsburg - Drei Matchbälle für die Hannover Scorpions.

Das Team des früheren Bundestrainers Hans Zach kann dank Thomas Dolak die Final-Serie in der DEL im Schnelldurchgang beenden und sich bereits mit einem Sieg am Sonntag in eigener Halle (ab 14.30 Uhr LIVESCORES) erstmals zum deutschen Meister krönen.

Die Niedersachsen gewannen nach dem 3:1 in eigener Halle auch das zweite Finale bei den Augsburger Panthern mit 3:2 (1: 0, 1:1, 1:1) nach Verlängerung und haben nun bis zu drei Chancen, in der "best of five"-Serie alles klarzumachen. (DATENCENTER: Das Halbfinale)

"Das war das wichtigste Tor meiner Karriere"

Chris Herperger (11.) und David Wolf (27.) erzielten die Tore für die Gäste, den Panthern gelang der Anschlusstreffer durch Darin Olver (30.), ehe Colin Murphy in der 58. Minute für den umjubelten Ausgleich sorgte. (STENOGRAMME: Finale)

Doch Dolak sorgte mit seinem Treffer nach 1:30 Minuten der Verlängerung für die Entscheidung zugunsten der Gäste.

"Das war das wichtigste Tor meiner Karriere", sagte der Schütze.

Zach darf auf bayerischen Verdienstordens hoffen

Für "Alpen-Vulkan" Zach wäre es der erste deutsche Meistertitel seit 1993. Vor 17 Jahren hatte er mit der Düsseldorfer EG zum dritten Mal in Folge triumphiert.

"Im letzten Drittel waren wir stark unter Druck. Augsburg war im Aufwind, aber wir haben uns noch einmal konzentriert", sagte Zach: "Die Jungs haben inzwischen ein Gespür für den Sieg. Sie sind absolut fokussiert und wollen etwas erreichen, das spüre ich schon während der gesamten Play-offs."

Zach darf unabhängig vom Ausgang der Serie auf den Erhalt des bayerischen Verdienstordens hoffen.

"Von Finalspielen kann ich nie genug bekommen"

"Wenn jemand über so lange Zeit so erfolgreich war und ist, kann er durchaus für den bayerischen Verdienstorden in Frage kommen", sagte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer.

Erst einmal scheinen die Scorpions den Wunsch von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke zu zerstören, der sich eine möglichst lange Serie gewünscht hat.

"Von Finalspielen kann ich nie genug bekommen. Von mir aus kann es über fünf Spiele gehen", sagte Tripcke als Tribünengast in Augsburg.

Eishockey-Fieber in Hannover

Das Eishockey-Fieber in Hannover war bereits in den letzten Tagen merklich gestiegen.

Schon vor dem ersten Bully in Augsburg meldeten die Scorpions für die nun entscheidende Partie erstmals in dieser Saison ausverkauft.

Alle 10.500 Karten waren bereits am Donnerstag vergriffen.

Halle ausverkauft

Auch das marode Curt-Frenzel-Stadion in Augsburg platzte am Freitag aus allen Nähten.

Die 7774 Tickets für das erste Finalheimspiel in der Geschichte des ältesten Eishockeyvereins Deutschlands waren innerhalb von drei Stunden abgesetzt, ein Vielfaches hätten die Schwaben verkaufen können.

Dies schien die Panther, die in den Playoffs DEL-Rekordmeister Adler Mannheim sowie Vorrundensieger und Titelverteidiger Eisbären Berlin sensationell ausschalteten, zunächst zu beflügeln.

Herperger schockt Augsburg

In den ersten Minuten waren die Gastgeber das bessere Team, ehe Herpergers Treffer die Schwaben schockte.

Erst zu Beginn des zweiten Abschnitts fand das Team von Trainer Larry Mitchell wieder zu seinem Spiel. Hannover spielte jedoch sehr diszipliniert und kassierte erst in der 24. Minute die erste Strafzeit für Adam Mitchell.

Dieser war wenige Sekunden zurück auf dem Eis, da erhöhte Wolf auf 2:0.

Doch die Panther gaben nie auf und kamen durch Olzer zum Anschlusstreffer, zehn Sekunden vor der zweiten Sirene vergab der Deutsch-Kanadier die große Chance zum Ausgleich.

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