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Sascha Goc (r.) feiert mit seinem Bruder Nikolai die Deutsche Meisterschaft © getty

Im Interview mit SPORT1 spricht Sascha Goc über die Meisterfeier, die Stärken der Scorpions und über "Alpen-Vulkan" Hans Zach.

München/Hannover - Wer zu Saisonbeginn noch auf die Hannover Scorpions als Deutscher Eishockey-Meister getippt hatte, der wurde als verrückt erklärt (Scorpions sind erstmals Meister).

Am 20. Spieltag war die Mansnchaft des nun scheidenden Trainer Hans Zach Tabellenletzter.

"Aber wir haben uns aus der Misere rausgekämpft", sagt Sascha Goc, der das 1:0 im dritten Finalspiel erzielte, bei SPORT1: "Das hat die Mannschaft zusammengeschweißt." (STENOGRAMME: Finale)

Im Interview spricht der Verteidiger über die Meisterfeier, die Stärken der Scorpions und über "Alpen-Vulkan" Zach.

SPORT1: Herr Goc, wie haben Sie die Feierlichkeiten überstanden? 229544(Bilder: So feiern die Scorpions)

Sascha Goc: Mir geht es recht gut, ich habe keine Nachwirkungen.

SPORT1: Wie lange ging denn die Meisterfeier?

Goc: Das weiß ich nicht genau. Ich habe mich recht früh verdrückt, so gegen zwei Uhr.

SPORT1: Wie fühlt es sich als Deutscher Meister an?

Goc: Super, ein sehr schönes Gefühl. Da hat sich die ganze Arbeit gelohnt.

SPORT1: Das Ergebnis, 3:0, hört sich sehr deutlich an. Dennoch war die Serie sehr eng. Was war ausschlaggebende dafür, dass die Scorpions diese knappen Spiele gewonnen haben?

Goc: Wir haben nie aufgesteckt, wir hatten die gesamten Playoffs recht knappe Spiele, teilweise Partien, die erst in der Verlängerung entschieden wurden. Wir haben an uns geglaubt, auch bei Rückschlägen wie im letzten Spiel, als Augsburg nach dem 2:0 noch einmal ausgeglichen hat. Wir haben weitergekämpft und sind dafür belohnt worden. (DATENCENTER: Das Finale)

SPORT1: Was hat die Mannschaft so stark gemacht, dass sie die Rückschläge - es war ja bereits das zweite Spiel, in dem die Scorpions einen 2:0-Vorsprung verspielt hatten - so gut wegsteckt?

Goc: Das ganze Jahr hat uns geprägt. Es ging los mit den Gehaltskürzungen, die wir akzeptiert haben. Dann waren wir lange Zeit Letzter und Vorletzter. Aber wir haben uns aus der Misere rausgekämpft. Das hat die Mannschaft zusammengeschweißt. Dieser Zusammenhalt war sicherlich sehr entscheidend.

SPORT1: Sie haben gemeinsam mit ihrem Bruder Nikolai die Meisterschaft gewonnen. Macht es das noch wertvoller?

Goc: Ja natürlich. In dem Sport ist es doch eher selten, dass man gemeinsam in einer Mannschaft spielt. Wir haben uns das hier in Hannover ermöglicht. Und dann auch noch gemeinsam Meister zu werden, ist natürlich umso schöner.

SPORT1: Für Sie ist die Saison nun vorbei. Ihr Bruder Nikolai wird möglicherweise die WM spielen. Freuen Sie sich auf die eishockeyfreie Zeit?

Goc: Ja sicherlich. Ich freue mich auf zu Hause, auf die Familie im Schwarzwald. Aber ganz eishockeyfrei ist die Zeit für mich auch nicht, weil ich natürlich die WM verfolgen werde. Ein Bruder oder vielleicht auch beide werden dabei sein. Aber danach konzentriere ich mich auf die Familie.

SPORT1: Kommen wir auf den scheidenden Trainer Hans Zach zu sprechen. Werden Sie ihn vermissen?

Goc: Natürlich. Wir haben vier Jahre in Hannover zusammen gearbeitet. Wir haben viel erreicht, auch die Jahre zuvor. Es ist schade, dass er aufhört. Aber so ist es im Sport: Trainer kommen und gehen. Das ist eigentlich normal im Profisport.

SPORT1: Was macht Hans Zach zu so einem außergewöhnlichen Trainer?

Goc: Wie er die Mannschaft immer wieder motiviert. Er steht immer hinter der Mannschaft, baut uns auf. Und er hat eine unheimliche Erfahrung.

SPORT1: Glauben Sie, dass seine Trainer-Karriere jetzt zu Ende ist?

Goc: Das weiß ich nicht, das ist schwierig zu sagen. Ich kann nicht einschätzen, was er macht. Es gibt ja Gerüchte, dass er die Nationalmannschaft übernimmt. Aber dazu kann ich nichts sagen, keine Ahnung.

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