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Sebastien Bisaillon (l.) und Sean Tallaire bejubeln einen Treffer der Kassel Huskies © getty

Kassel scheint gerettet, der Geschäftsführer reagiert erleichtert. Doch der Liga-Verbleib ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Kassel - Im zweiten Versuch haben die Kassel Huskies die Zustimmung ihrer Gläubiger für den Insolvenzplan erhalten.

Die Versammlung fand vor dem Kasseler Amtsgericht im zweiten Anlauf statt, nachdem zuletzt DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke wegen eines Formfehlers eine Vertagung erwirkt hatte. Es gab keine Gegenstimme. (Alle Eishockey-News)

Die DEL, die durch Anwalt Wilhelm Klaas vertreten wurde, durfte nicht mit abstimmen, weil sie kein Gläubiger mehr ist. Die offene Summe von 70.000 Euro hatten die Huskies vorher durch einen privaten Geldgeber bezahlen lassen.

"DEL arbeitet gegen die Huskies"

"Wir sind damit entschuldet, und die DEL kann uns nicht mehr rauswerfen", sagte der kommissarische Huskies-Geschäftsführer Fritz Westhelle.

Allerdings hat die DEL eine neue Gesellschafterversammlung für den 27. Mai einberufen, auf der erneut über den Ausschluss der Hessen abgestimmt werden soll.

Der erste Versuch war ebenfalls wegen eines Formfehlers gescheitert: Statt Geschäftsführer Tripcke hatte der Aufsichtsratschef Jürgen Arnold eingeladen. "Die DEL arbeitet eindeutig gegen die Kassel Huskies", sagte Westhelle.

Verstoß gegen die Liga-Statuten

Der Insolvenzplan der Hessen wird erst in 14 Tagen rechtskräftig. Dann ist aber bereits die Frist für den DEL-Lizenzantrag abgelaufen. Die DEL wirft den Huskies den Verstoß gegen die Liga-Statuten vor:

"Kassel ist in den letzten Wochen wiederholt darauf hingewiesen worden, dass nach Satzung der DEL die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens den Ausschluss aus der Liga zur Folge haben kann."

Die Hessen drücken Schulden in Höhe von insgesamt 2,8 Millionen Euro, das Minus allein aus der abgelaufenen Saison beträgt 700.000.

Spielerkäufe trotz ungeklärter Zukunft

Für Verärgerung bei den Liga-Konkurrenten hatte Kassel zuletzt gesorgt, als der Tabellenletzte (DATENCENTER: DEL-Ergebnisse) trotz ungeklärter Zukunft neue Spieler verpflichtete - unter anderem Ex-Nationalspieler Andreas Renz.

Angeblich stehen für die neue Saison Sponsorengelder in Höhe von zwei Millionen Euro zur Verfügung.

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