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Die Frankfurt Lions hatten 2009/10 mit fünf Millionen Euro den siebthöchsten DEL-Etat © imago

In letzter Minute reicht Frankfurt die Lizenzunterlagen ein, wohl dank der Geduld der Stadt. Den Spielern geht es ans Gehalt!

Frankfurt - Im Kampf um die Lizenz für die kommende Saison in der Deutschen Eishockey Liga ist für die finanziell angeschlagenen Frankfurt Lions nun doch Hilfe in Sicht.

Am Mittwochabend erarbeitete der Krisen-Klub gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt Frankfurt ein schriftliches Dokument, in dem die Unterstützung der Stadt für die Frankfurt Lions fixiert wurde.

Dieses Dokument wurde in die Unterlagen des laufenden Lizenzprüfungsverfahrens aufgenommen. Das teilte der Klub per Presseerklärung mit.

Stadion zum "Selbstkostenpreis"

Schon zuvor hat die "FAZ" über Einzelheiten des Rettungspaketes berichtet. Nach Informationen der Zeitung hat sich die Stadt Frankfurt damit einverstanden erklärt, dass die Lions ihre Altschulden, die aus unbezahlten Rechnungen für die Nutzung der Eissporthalle resultieren, über den Zeitraum der nächsten zehn Jahre begleichen.

Bis 2012 werden sämtliche Verpflichtungen ausgesetzt, um den Verein bei seiner finanziellen Neuorganisation zu entlasten.

Zudem soll den Löwen das Stadion künftig zum "Selbstkostenpreis" überlassen werden.

Fehlbetrag von 3,4 Millionen Euro

Darüber hinaus ist geplant, die Einnahmen aus einer anvisierten Vergabe des Namensrechts für die Eissporthalle zwischen Stadt und Lions aufzuteilen.

Die letzte Frist für die Beantragung der Lizenz läuft am Mittwoch um 24.00 Uhr ab.

Der Etat für die kommende Saison wurde bereits um mehr als 20 Prozent auf 3,8 Millionen Euro gekürzt. Die Frankfurter Profis sollen Gehaltseinbußen in einer Größenordnung von 20 Prozent zugestimmt haben. Die Hessen hatten in ihrer Bilanz zuletzt einen Fehlbetrag in Höhe von 3,4 Millionen Euro ausgewiesen.

Wohl doch kein Insolvenzverfahren

Man habe fristgerecht die erforderlichen Nachweise erbracht und eingereicht, die im Rahmen des Lizenzprüfungsverfahrens zur Auflage gemacht wurden und für die Lizenzerteilung erforderlich sind, hieß es in der Pressemitteilung der Lions.

Die offizielle Bekanntgabe der Entscheidung über die Lizenzerteilung erfolgt laut Lions bei der DEL-Gesellschafterversammlung am 2. Juli.

Am 28. Mai hatten die Lions beim Frankfurter Amtsgericht ihre drohende Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Nun soll der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zurückgezogen werden.

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