vergrößernverkleinern
Robert Hock jubelt wieder nach drittem Sieg in Folge für die Iserlohn Roosters © getty

Das Erfolgs-Duo der Vorsaison bringt die Iserlohn Roosters wieder in die Playoff-Spur. Auch die DEG nistet sich vorne ein.

München - Robert Hock zaubert wieder, Michael Wolf trifft wieder, und Iserlohn siegt wieder: Mit dem Erfolgsrezept der Vorsaison haben die Iserlohn Roosters in der DEL wieder Kurs auf die Playoffs genommen.

Nach dem 3:1 im Spitzenspiel gegen den EHC Wolfsburg, dem dritten Sieg in Folge, schlossen die Sauerländer zum Tabellenführer Krefeld Pinguine auf.

Doch wie schon in der vergangenen Spielzeit, als die "Hähne" erstmals in die DEL-Meisterrunde flatterten, halten die Iserlohner den Puck flach.

"Das Spiel war gut, aber es hätte besser sein können", meint Mittelstürmer Hock.

Schon wieder bester Punktesammler

Der Scorer-König der Vorsaison ist mit 24 Zählern aus 13 Spielen schon wieder der beste Punktesammler der Liga. Nach einem Viertel der Spielzeit will der Ex-Nationalspieler noch keinen Trend für den weiteren Saisonverlauf festmachen: "Man muss erst mal abwarten. Die richtigen Gradmesser wie Berlin oder Mannheim kommen erst noch."

Erfreulich für die Sauerländer ist - neben der starken Form ihres Spielmachers - die Trefferquote seines Sturmpartners Wolf.

Gegen Wolfsburg schoss der Nationalspieler die Roosters mit seinen Saisontoren Nummer neun und zehn schon im ersten Drittel auf die Siegerstraße und setzte sich wieder an die Spitze der Torjägerliste.

Wolf wie einst Didi Hegen

Die hatte der 27-Jährige am Ende der vergangenen Spielzeit mit 44 Treffern als erster Deutscher seit Dieter Hegen 1992 inne.

Fast nahtlos haben die Sauerländer den Übergang von Trainer Rick Adduono zu Steve Sterling gemeistert. Der 58-jährige Kanadier setzt die Arbeit seines erfolgreichen Vorgängers fort, will von einer Spitzenposition und der möglichen zweiten Playoff-Teilnahme nacheinander aber noch nichts wissen.

"Ich schaue nicht auf die Tabelle. Entscheidend ist, dass regelmäßig gepunktet wird", sagt Sterling.

DEG nistet sich vorne ein

In der Spitzengruppe hat sich auch die Düsseldorfer EG festgesetzt. Der achtmalige Meister verbesserte sich durch das souveräne 4:0 gegen die Hannover Scorpions, den fünften Sieg in Folge, auf Platz drei.

Deutlich erkennbar ist bereits die Handschrift des neuen Trainers Harold Kreis. "Die DEG ist unheimlich kompakt, diszipliniert und abwehrstark", lobt Hannovers Coach Hans Zach seinen Ex-Klub und damit auch dessen neuen Trainer.

Der einstige Weltklasseverteidiger setzt - wie Zach auch - auf eine stabile Defensive. Die brauche man, "wenn man in dieser Liga erfolgreich sein will", so Kreis. "Das machen wir im Moment, und das ist die Voraussetzung für den Erfolg."

Auch der dritte Sturm trifft

Allerdings mauert die DEG nicht nur, sie spielt auch durchaus ansehnliches Offensiv-Eishockey. Dabei kommt dem Kreis-Team zugute, dass auch die dritte Sturmreihe trifft - wie beispielsweise Evan Kaufmann gegen Hannover.

Zudem hat sich das Überzahlspiel in den vergangenen Wochen deutlich verbessert. Kreis sieht trotz 26 Punkten aus 14 Spielen "noch genug Potenzial nach oben". Um ihn herum ist man voll des Lobes. "Er ist der richtige Mann für unsere Mannschaft", sagt Manager Lance Nethery.

Nun Topduell gegen Krefeld

Und Nationalspieler Daniel Kreutzer meint: "Er hat es geschafft, die Chemie wesentlich zu verbessern. Er passt gut zu uns. Er ist ein engagierter, harter Arbeiter."

Am Freitag (19.30 Uhr) könnte die DEG sogar die Tabellenspitze stürmen, wenn sie beim bisherigen Spitzenreiter Krefeld antritt.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel