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Eric Schneider spielt seit 2009 für die Frankfurt Lions © imago

Trotz aller Hoffnungen auf einen Liga-Verbleib entzieht die DEL den Hessen die Lizenz und stürzt den Klub ins Chaos.

Frankfurt/Main - Die Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat den finanziell angeschlagenen Frankfurt Lions mit sofortiger Wirkung die Lizenz entzogen.

Der Klub habe zum Abschluss des Lizenzierungsverfahrens seine "wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gemäß der Lizenzordnung der DEL nicht innerhalb der am 23. Juni 2010 abgelaufenen Ausschlussfrist nachweisen können", gab die Liga auf ihrer Gesellschaftsversammlung am Mittwoch bekannt.

Damit haben sich die letzten Hoffnungen der Hessen auf den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zerschlagen.

Zusagen reichen nicht aus

In der vergangenen Woche hatten die Lions kurz vor Ablauf der Frist noch Unterlagen eingereicht, die für die Erteilung der Spielerlaubnis erforderlich sein sollten.

Nun folgte der Tiefschlag.

Die Zusagen der Stadt Frankfurt, unbezahlte Rechnungen für die Nutzung der Eissporthalle in den nächsten zehn Jahren zu begleichen, reichten dem Liga-Verband offensichtlich nicht aus.

Die Hessen hatten in ihrer Bilanz zuletzt einen Fehlbetrag in Höhe von 3,4 Millionen Euro ausgewiesen.

Gehaltseinbußen bei Spielern geplant

Auch der Plan, die Einnahmen aus einer anvisierten Vergabe des Namenrechts für die Eissporthalle zwischen der Stadt und den Lions aufzuteilen und den Profis Gehaltseinbußen in Höhe von 20 Prozent zu verordnen, schlug fehl.

Am 28. Mai hatten die Lions beim Frankfurter Amtsgericht ihre drohende Zahlungsunfähigkeit angemeldet.

Meister 2004

Gegründet wurde der Verein 1991, Höhepunkt in der Klubgeschichte war der Gewinn der deutschen Meisterschaft 2004.

In der vergangenen Saison belegten die Lions in der Vorrunde den zweiten Platz, schieden aber im Playoff-Viertelfinale gegen Ingolstadt aus.

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