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Uwe Krupp (M.) ist seit Dezember 2005 Bundestrainer der A-Nationalmannschaft © imago

Der Erfolgstrainer der Heim-WM verlängert seinen Vertrag beim DEB. Sportdirektor Reindl spricht von einer "guten Nachricht".

München - Uwe Krupp hat lange überlegt und dann doch ja gesagt.

Der Eishockey-Bundestrainer hat sechs Wochen nach dem historischen Halbfinaleinzug bei der Heim-WM seinen Vertrag doch um Jahr verlängert.

"Die Leistung unserer Mannschaft hat uns allen gezeigt, dass gute Nachwuchsarbeit, wie sie momentan nur von wenigen Ausnahmen unter den Profiklubs ernsthaft betrieben wird, Früchte tragen kann und mich enorm motiviert, meine Arbeit fortzuführen", sagte der 45-Jährige, der in den vergangenen Wochen auch mit Klubs der nordamerikanischen Profiliga NHL verhandelt hatte.

Anschluss an die Weltspitze

Der einzige deutsche Stanley-Cup-Sieger hatte sich mit einer Entscheidung Zeit gelassen. Dabei spielte sowohl die Krebserkrankung seiner Frau Valerie als auch die fehlende Unterstützung von Seiten der Deutschen Eishockey Liga (DEL) eine Rolle.

"Jetzt gilt es, mittelfristig den stabilen Anschluss an die erweiterte Weltspitze zu schaffen. Dazu muss unser Bestreben sein, nachhaltige Förderverpflichtungen für die Klubs unserer Profiligen zu realisieren", sagte Krupp: "Das kommende Jahr wird zeigen müssen, ob sich mit dem Schwung der Heim-WM im deutschen Eishockey Dinge bewegen lassen oder wir weiter auf der Stelle treten wollen."

Dank von Krupp an Reindl

Entscheidend für Krupp war auch, dass DEB-Sportdirektor Franz Reindl weitermacht. Der Bronzemedaillengewinner von 1976 hatte nach der WM mit seinem Rücktritt gedroht.

Zudem waren dem Garmisch-Partenkirchener Abwanderungstendenzen zum Team der Münchner Olympia-Bewerber 2018 nachgesagt worden.

"Ich rechne Franz hoch an, dass er nach der schwierigen WM 2009 unbeirrt an unserem gemeinsamen Kurs auf die WM 2010 festgehalten und das Trainerteam vom inneren und äußeren Druck freigehalten hat", sagte Krupp, der mit 48 Siegen in 103 Spielen seit seinem Amtsantritt im Dezember 2005 die beste Bilanz aller Eishockey-Bundestrainer vorweisen kann.

Keine längere Bindung möglich

Die Verantwortlichen des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) atmeten nach dieser wichtigen Personalentscheidung auf.

"Das ist eine gute Nachricht für das deutsche Eishockey. Uwe Krupp ist eine Persönlichkeit, die unserem Sport in Deutschland weit über sein Wirken als Trainer hinaus gut tut. Er hat mehrfach bewiesen, dass er unter hohem Druck erfolgreich arbeiten kann", erklärte Reindl.

Der DEB hatte offenbar eine längere Vertragslaufzeit angepeilt, doch man habe sich Krupps Wunsch auf eine Verlängerung um lediglich ein Jahr gebeugt (Alle Eishockey-News).

"Wir sind ihm gerne entgegengekommen. Zum einen lässt die Krebserkrankung seiner Frau derzeit eine längere Bindung nicht zu", sagte Reindl.

Zusammensetzen nach der WM

Zum anderen erwarte Krupp zu Recht, dass die begeisternde Heim-WM bei allen maßgeblichen Kräften im deutschen Eishockey die Bereitschaft für längst fällige und schnelle Veränderungen zugunsten seiner Arbeit mit der Nationalmannschaft geweckt habe.

"Insofern werden wir uns am Ende der kommenden Saison zusammensetzen und den dann bestehenden Sachstand gemeinsam bewerten", so Reindl.

Krupp, der die deutsche Mannschaft somit bei der WM 2011 in der Slowakei (29. April bis 15. Mai) betreuen wird, setzt auch seine Tätigkeit als Assistenztrainer der U20 fort.

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