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Ryan Ramsay heizt das Derby kräftig an - indem er gegen seinen Krefelder Ex-Klub nachtritt © imago

Die DEG bläst am Freitag (ab 19.30 Uhr) in Krefeld zum Sturm auf die Spitze. Schon vor dem Derby macht ein Ex-Pinguin Stunk.

Von Christian Paschwitz

München - Natürlich: Rechtsrheinisch werden zum zeitgleichen Fußball-Derby Leverkusen gegen Köln am Freitag die Emotionen hochkochen.

Doch mindestens genauso hitzig zur Sache gehen dürfte es jenseits der anderen Fluss-Seite - wenn die DEG Metrostars am Freitag (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) bei Klassenprimus Krefeld Pinguine zum Sturm auf die Tabellenspitze bläst.

Zumal auf Düsseldorfer Seite ausgerechnet ein Ex-Pinguin für Stunk sorgt. Für die Fans stellt sich einmal mehr die Frage: Wer ist die Nummer eins am Rhein?

Nach dem Kräftemessen zum Saison-Auftakt gegen die Kölner Haier ist es der zweite Showdown für die Düsseldorfer Seriensieger von Neu-Trainer Harold Kreis, die sich nach ihrem Holperstart aus dem Niemandsland der Tabelle inzwischen bis auf Rang drei katapultiert haben.

Goldener Oktober

Der DEG muss es vorkommen wie ein goldener Oktober: Schließlich hat sie aus den letzten fünf Begegnungen 14 von 15 machbaren Punkten geholt - eine starke Bilanz.

Zuletzt begeisterten die Düsseldorfer mit einem 4:0 über die Hannover Scorpions. Jetzt soll gegen die einen Punkt besser dastehenden Krefelder der nächste Coup gelingen.

"Die Mannschaft ist eng zusammengewachsen, hat sich permanent verbessert", jubilierte Kreis zuletzt. "So können wir jeden schlagen." Weil derzeit im DEG-System alle Rädchen ineinander greifen: Im Tor glänzt Jamie Storr, der in dieser Saison schon zweimal ohne Gegentreffer blieb.

Auch die Abwehr trifft

Im Angriff versprüht jede Formation Torgefahr. Zudem vollstrecken auch noch die Abwehrspieler wie in Hannover Ryan Caldwell und Andy Hedlund.

Was Kreis genauso froh stimmen dürfte: Das Team trifft endlich auch in Überzahl.

Spannend ist auf der Gegenseite jedoch die Frage, ob die junge Krefelder Riege die Konstanz zurückgewinnt, die sie bis zum jetzigen Zeitpunkt zum Überraschungsteam hatte werden lassen. Denn: Zwar gelang den Mannen vom Coach Igor Pavlov nach zwei Pleiten in Folge mit dem 3:0 bei den Straubing Tigers der neunte Sieg.

K.o. halbe Sekunde vor Schluss

Einen neuerlichen Dämpfer gab's aber schon kurz darauf, als es gegen Adler Mannheim eine halbe Sekunde vor der Schluss-Sirene den finalen Gegentreffer zum 2:3 setzte. "Es gibt immer was Neues zu lernen", wollte Pavlov den Rückschlag aber nicht überbewerten.

Mit dem Derby vor Augen ist das Vergangene ohnehin in den Hintergrund gerückt. An Motivation im ohnehin schon brisanten Derby-Duell im Hexenkessel KönigPalast mangelt es keineswegs: Vor allem nicht bei Ryan Ramsay. "Das ist für mich das Spiel der Spiele", erklärte der frühere Pinguin im "Express".

Nach dreieinhalb Wochen Verletzungspause und überstandener Knie-Blessur ist der Stürmer heiß aufs Comeback. Und sagt: "Mein Traum ist es, das Siegtor zu schießen."

Ramsay tritt nach

Vorher allerdings gießt der 25-Jährige noch ein wenig Öl ins Derby-Feuer und attackiert seine früheren Funktionäre: "Die Zeit in Krefeld war okay. Fans und Mitspieler waren klasse. Aber die Klubführung ? das sind alles Amateure. Bei der DEG arbeiten nur Profis. Der Wechsel war goldrichtig."

Ebenfalls wieder fit nach seiner Gehirnerschütterung ist Korbinian Holzer. Während bei den Krefeldern Verteidiger Jim Fahey passen muss: Der Disziplinarausschuss der DEL hat den Verteidiger für fünf Meisterschaftsspiele gesperrt.

Fahey, der zudem mit einer Geldstrafe von 1500 Euro belegt wurde, hatte gegen Straubing eine Matchstrafe wegen eines Checks mit Verletzungsfolge erhalten.

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