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Daniel Kreutzer spielt in seiner Geburtsstadt Düsseldorf bei den DEG Metro Stars © getty

Der Eishockey-Bund verlängert die Frist für die Klageerhebung gegen die Nationalspieler Daniel Kreutzer und Aleksander Polaczek.

München - Die Eishockey-Nationalspieler Daniel Kreutzer von den DEG Metro Stars und Aleksander Polaczek von den Nürnberg Ice Tigers müssen vorerst keine Sperre wegen ihrer Verstöße gegen die Anti-Doping-Richtlinien fürchten.

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB), der die beiden wegen Verstößen gegen die Meldeauflagen ursprünglich für drei Monate gesperrt hatte, verlängerte die Frist für die Klageerhebung in der Hauptsache bis Ende November.

Die Sperren waren Ende August ausgesetzt worden, nachdem die beiden Profis eine Einstweilige Verfügung beantragt hatten.

"Wir bemühen uns um eine einvernehmliche Lösung", sagte DEB-Präsident Uwe Harnos, der mit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) und dem Bundesinnenministerium Gespräche führt.

Fragezeichen für 2009

"Wir haben uns sehr angenähert und wollen im Anti-Doping-Kampf an einem Strang ziehen", erklärte Harnos. Ohnehin sei fraglich, ob mit Inkrafttreten des neuen NADA-Codes zum 1. Januar 2009 Sanktionen aus dem Jahr 2008 übernommen werden können.

Eine Sperre droht dagegen immer noch dem Berliner Florian Busch, der am 6. März eine Dopingkontrolle verweigert hatte.

Das Ad-hoc-Schiedsgericht des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) entscheidet am 28. November voraussichtlich in Frankfurt/Main über die Klage der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gegen den DEB. "Die WADA hat beantragt, dass Busch national und international gesperrt werden soll", erklärte Harnos.

Der DEB hatte lediglich eine öffentliche Verwarnung ausgesprochen und eine Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro sowie 56 Stunden gemeinnützige Arbeit verhängt. Die NADA verlangt entsprechend ihres Codes eine Zwei-Jahres-Sperre und hat deshalb die WADA eingeschaltet.

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