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Bill Stewart hatte im Dezember 2009 den beurlaubten Igor Pawlow als Haie-Coach beerbt © getty

Die abgestürzten Kölner werfen ihren umstrittenen Trainer raus. Bill Stewarts Nachfolger kommt aus den eigenen Reihen.

Köln - Die Kölner Hai aus der DEL haben auf die sportliche Krise reagiert und sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Bill Stewart getrennt.

Der Kanadier wurde am Samstagmorgen von seinen Aufgaben als Trainer und Manager entbunden. Als Chefcoach wird bereits am Sonntag im Heimspiel gegen den EHC München der bisherige Co-Trainer Niklas Sundblad hinter der Bande stehen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wir haben bis zuletzt gehofft, dass wir gemeinsam mit Bill Stewart die Wende herbeiführen können", sagte Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin, "doch wir sehen nun keinen weiteren Spielraum mehr."

Eichin hofft auf "Impuls"

Ausschlaggebend für die Entlassung von Stewart, der schon seit Wochen massiv in der Kritik stand, war letztlich die Niederlage am Freitagabend bei den Krefeld Pinguinen (5:6).

Mit nur 16 Punkten belegen die Haie nach 18 Spielen den 14. und damit letzten Tabellenplatz.

Es habe zwar positive Entwicklungen gegeben, doch diese seien durch häufige Rückschläge überlagert worden, sagte Eichin und begründete die Trainer-Entlassung: "Wir sehen unsere sportlichen Ziele gefährdet und wollen mit dieser Entscheidung auch einen Impuls für den weiteren Saisonverlauf setzen."

Kein Erfolg trotz Rundumerneuerung

Das vor der Hauptrunde formulierte Ziel der Kölner Haie war Platz sechs. Doch das hat der Klub längst aus den Augen verloren.

Nicht wenige machten im Umfeld des achtmaligen Deutschen Meisters Trainer Stewart für die sportliche Talfahrt verantwortlich.

Vor Saisonbeginn hatte der ehemalige NHL-Profi Stewart, der in der DEL unter anderem für die Adler Mannheim gearbeitet hat, das Team nach seinen Vorstellungen fast komplett umgekrempelt. (STENOGRAMME 21. Spieltag)

Im aktuellen Kader stehen nur noch vier Stammkräfte aus der vergangenen Spielzeit. Bei seiner Runderneuerung hatte der 53-Jährige kein besonders glückliches Händchen - der Erfolg blieb aus, deshalb musste Stewart jetzt gehen.

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