vergrößernverkleinern
Derek Hahn kam von den Frankfurt Lions zu den Straubing Tigers © imago

Straubings Derek Hahn schildert im Interview das Weltrekord-Penaltyschießen von München. Außerdem blickt er auf die DEG-Partie.

München - Derek Hahn ist Topscorer der DEL.

31 Punkte hat der Kanadier vor dem Spiel gegen die DEG Metro Stars (Fr., ab 19.30 Uhr LIVESCORES) bisher erzielt.

Bei Trainer Jürgen Rumrich zählt er zu den gesetzten Schützen im Penaltyschießen.

Beim Weltrekord-Shootout zwischen seinen Straubingern und dem EHC München kam Hahn eine besondere Rolle zu: Wegen eines Foulspiels mit Ablauf der Verlängerung saß er auf der Strafbank und musste von dort das Szenario verfolgen.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Das waren die längsten zwei Minuten meiner Karriere", sagt Hahn laut lachend im Interview mit SPORT1. "Es ist hart, wenn man nicht eingreifen darf."

SPORT1: Herr Hahn, Sie haben am Sonntag mit Straubing nach 42 Penaltys im Shootout gegen den EHC München gewonnen. So etwas Ähnliches schon erlebt?

Derek Hahn: Nein, das sicher nicht. Ich habe zwar schon viele längere Shootouts mitgemacht, aber so etwas? Es ist ja auch ein Weltrekord, soweit ich das mitbekommen habe.

SPORT1: Sie saßen hingegen auf der Strafbank, mit Ablauf der Verlängerung kassierten Sie zwei Minuten. Wie war für Sie die Situation in der Box?

Hahn: Ich habe die ganze Zeit nur gehofft, dass die Jungs treffen. Aber jedes Mal wenn unsere Jungs getroffen haben, waren auch die Münchner erfolgreich. Als Dimi dann den Puck gehalten hat, war ich einfach nur glücklich. Es ist hart, wenn man nicht eingreifen darf.

SPORT1: Denkt man über die Strafe nach, wenn man nicht eingreifen kann?

Hahn: Nein, in dem Moment ging es mir nur darum, dass wir gewinnen. Ich glaube, zum Ende des Penaltyschießens hätte ich gar nicht mehr gewusst, warum ich saß.(STENOGRAMME 24. Spieltag)

SPORT1: Saßen Sie schon einmal so lange auf der Strafbank?

Hahn: Nein, das waren sicherlich die längsten zwei Minuten meiner Karriere.

SPORT1: Bei Ihnen läuft es persönlich sehr gut, Sie führen die DEL-Scorerliste an. Was gibt den Ausschlag dafür?

Hahn: Mir gefällt es hier in Straubing sehr gut und fühle mich sehr wohl. Und ich spiele mit Lee Goren und Karl Stewart in einer Reihe. Das sind tolle Mitspieler und wir haben recht schnell eine Chemie entwickelt und spielen erfolgreich zusammen.

SPORT1: Am Freitag geht es nun gegen die Metro Stars. Wie sehr hilft der Erfolg von München?

Hahn: Das ganze Wochenende war sehr erfolgreich. Wir haben fünf Punkte geholt. Aber der Sieg in München war emotional wichtiger als der gegen Krefeld. Obwohl es für den Sieg am Freitag einen Punkt mehr gab.

SPORT1: Vor zwei Wochen waren Sie mit Team Canada in München weniger erfolgreich. Woran lag es, dass es nur zum dritten Platz gereicht hat?

Hahn: Wir haben nur einmal zusammentrainiert. Da ist es nicht leicht, als Team zusammenzufinden. Mir hat es zwar geholfen, dass Lee dabei war, aber etwas mehr Vorbereitung wäre besser gewesen. Wir haben ein anderes System gespielt, ein neuer Trainer, und und und... Aber trotzdem sind wir natürlich sehr enttäuscht. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Aber uns hat auch das Glück gefehlt.

SPORT1: Sie haben unter Mark Messier gespielt. Was hat Ihnen das bedeutet?

Hahn: Das war natürlich etwas ganz Besonderes. Für jeden Kanadier ist Mark Messier einer der Größten Sportler überhaupt. Ich bin unglaublich stolz, unter ihm spielen zu dürfen. Das war eine ganz große Ehre.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel