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Robert Müller ist seit Dezember 2007 in Diensten der Kölner Haie © getty

Der Goalie der Kölner Haie, bei dem ein unheilbarer Tumor diagnostiziert wurde, wird gegen Duisburg wieder auf der Bank sitzen.

Köln - Eishockey-Nationaltorwart Robert Müller kommt seinem angestrebten Comeback einen Schritt näher.

Der 28-Jährige, wegen eines Hirntumors unheilbar krank, wird beim Auswärtsspiel der Kölner Haie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Freitag bei den Füchsen Duisburg erstmals seit seiner zweiten Kopf-OP wieder auf der Bank Platz nehmen.

"Natürlich freue ich mich sehr darüber, dass ich wieder bei einem Spiel mit der Mannschaft aufs Eis fahren kann und als Back-up eingesetzt werde. Es geht Schritt für Schritt voran", sagte Müller, der im August zum zweiten Mal operiert worden war.

Bösartiger Tumor diagnostiziert

Der bösartige Tumor hatte sich wieder vergrößert und konnte auch diesmal nicht komplett entfernt werden.

Sein Arzt Prof. Wolfgang Wick hatte das ganze Ausmaß der Erkrankung am Montag im Spiegel öffentlich gemacht. Demnach handelt es sich um einen Tumor vierten Grades, der besonders schnell wächst.

Die meisten Patienten überleben weniger als ein Jahr, nur drei Prozent schaffen fünf Jahre. Der Tumor war erstmals im November 2006 festgestellt worden.

Der Weg zurück ins Tor

Müller, der seit Ende Oktober wieder auf dem Eis trainiert, will unbedingt ins Tor zurückkehren. "Ende November will ich wieder spielen", hatte er gesagt. Jetzt kommt er schneller als erwartet ins Team, weil Ersatztorhüter Stefan Horneber im Training eine Fraktur im Sprunggelenk erlitt.

Zwischen den Pfosten steht weiterhin der Kanadier Frank Doyle, dessen ursprünglich bis Ende November laufender Vertrag bis auf Weiteres verlängert wurde.

"Robert verbessert sich jeden Tag im Training. Auch wenn er noch nicht bei 100 Prozent seiner ursprünglichen Form ist, traue ich ihm die Back-up-Rolle voll und ganz zu", sagte Haie-Trainer Clayton Beddoes.

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