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Aris Brimanis (3.v.l.) steuerte einen Treffer zum Scorpions-Sieg gegen Berlin bei © imago

Mit einem Empty-Net-Goal 23 Sekunden vor Schluss macht Aris Brimanis Hannovers fünften Sieg in Folge perfekt.

München - Die Krefeld Pinguine haben ihre Tabellenführung in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) an die Hannover Scorpions verloren.

Während der Meister von 2003 am 19. Spieltag in eigener Halle 2:3 (1:1, 1:0, 0:2) gegen die Frankfurt Lions verlor und damit bei 37 Punkten blieb, feierten die Scorpions einen 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)-Auswärtssieg bei Titelverteidiger Eisbären Berlin.

Mit 38 Punkten kletterten die Hannoveraner damit auf den ersten Platz.

Auf Platz vier hinter der Düsseldorfer EG (36) rangieren die Adler Mannheim (34) nach einem 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)-Erfolg bei den Straubing Tigers vor Frankfurt (33).

EHC macht Sprung nach vorne

Einen Sprung vom achten auf den sechsten Platz machte der EHC Wolfsburg (30) trotz der 1:2 (0:0, 0:0, 1:1, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Kassel Huskies.

Die Kölner Haie (24) kassierten bei der Rückkehr von Nationaltorhüter Robert Müller auf die Bank eine 2:3 (1:1, 0:1, 1:0, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung beim Tabellenletzten Füchse Duisburg, kletterten damit aber dennoch um einen auf den 11. Platz.

Nur noch einen Punkt dahinter liegt der ERC Ingolstadt (23), der beim 4:1 (0:0, 3:0, 1:1) gegen die Hamburg Freezers seinen dritten Sieg in Folge feierte.

Scorpions früh in Führung

Vor 14.200 Zuschauern in Berlin brachte Eric Schneider die Scorpions in Überzahl bereits in der siebten Minute in Führung. Aris Brimanis mit einem Empty-Net-Goal 23 Sekunden vor Schluss machte für Hannover den fünften Sieg in Folge perfekt.

Tabellenführer Krefeld war vor 4546 Zuschauern in eigener Halle zunächst durch Chris Armstrong (7.) in Rückstand geraten, aber noch im ersten Drittel durch Daniel Pietta zum Ausgleich gekommen.

Die erste Pinguin-Führung durch ein Überzahltor von Jim Fahey (36.) egalisierte im Schlussabschnitt Jason Young ebenfalls mit einem Mann mehr (46.), bevor Nationalspieler Lasse Kopitz eine weitere Überzahl 65 Sekunden vor Schluss zum Frankfurter Siegtreffer nutzte.

Zuschauer feiern Müller

Die 2258 Zuschauer in Duisburg feierten vor dem Spiel den unheilbar kranken Eishockey-Nationaltorwart Robert Müller, der nach seiner zweiten Kopf-Operation wegen eines Hirntumors erstmals wieder auf der Kölner Bank saß.

Die Haie-Fans hielten zur Begrüßung Blätter mit Müllers Rückennummer 80 hoch. Die Anhänger die Pinguine, für die der 28-Jährige früher gespielt hatte, entrollten ein Transparent mit der Aufschrift "Wenn ein Glaube Berge versetzen kann, dann ist es der Glaube an die eigene Kraft".

Für Müller war der Empfang überwältigend. "Das war Gänsehaut pur", sagte Müller: "Es ist etwas ganz Besonderes, wenn man von Fans in einer anderen Stadt so empfangen wird."

Lüdemann gleicht aus

Bereits 46 Sekunden nach Spielbeginn brachte Michal Sup die Krefelder in Führung, Mirko Lüdemann glich noch vor der ersten Drittelpause aus (14.).

Die zweite Krefelder Führung durch Anton Bader (33.) egalisierte Jerome Flaake (56.), in der Verlängerung machte Peter Abstreiter nach 19 Sekunden den Duisburger Sieg perfekt.

Bartek bringt den Sieg

Wolfsburg rettete sich vor 2763 Zuschauern erst fünf Sekunden vor Schluss durch ein Tor von Ken Magowan in die Verlängerung, nachdem die Huskies in der 51. Minute durch Bryan Schmidt in Führung gegangen waren. Den entscheidenden Penalty für Kassel verwandelte Martin Bartek.

In Straubing waren vor 4529 Zuschauern für die Mannheimer Colin Forbes (4.), Blake Sloan (36.) und Francois Methot (42.) erfolgreich.

Für die Gastgeber trafen Eric Chouinard (25.) und Eric Meloche (59.), als die Tiger schon den Torhüter vom Eis genommen hatten.

Den Ingolstädter Erfolg vor 2942 Zuschauern sicherten Doug Ast (26.), Duncan Milroy (29.), Jakub Ficenec (33.) und Eric Nickulas (47.). Der Ehrentreffer gelang Max Schmidle (46.).

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