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Die Eisbären feierten bisher vier Mal die Deutsche Meisterschaft, zuletzt 2009 © imago

Die Wolfsburger müssen sich im Top-Spiel geschlagen geben, bleiben aber dennoch an der Spitze. Köln gewinnt das rheinische Derby.

München - Erst streikte die Eismaschine, dann die Torproduktion:

Ausgerechnet im Spitzenspiel der DEL gegen den Topfavoriten Eisbären Berlin riss die Siegesserie des Tabellenführers EHC Wolfsburg.

Nach 35-minütiger Verzögerung wegen eines technischen Defekts verloren die Niedersachsen 3:5 (0:2, 0:3, 3:0) gegen ihren hartnäckigsten Verfolger und verpassten damit eine Vorentscheidung im Kampf um Platz eins.

Mit 83 Punkten führen die Grizzly Adams zwar nach dem 50. Spieltag weiter die Tabelle an. Doch die Berliner verkürzten den Rückstand auf drei Zähler. Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1

Eisbären nutzen Überzahl

4500 Zuschauer sorgten in der seit Wochen ausverkauften Wolfsburger Arena für einen stimmungsvollen Rahmen beim Spitzenspiel, doch schon nach knapp vier Minuten herrschte Ernüchterung.

Derrick Walser hatte die Eisbären in der ersten Überzahlsituation in Führung gebracht. Danach spielte der viermalige Meister seine ganze Klasse aus: Andre Rankel (20.), Constantin Braun (23.), Frank Hördler (29.) und TJ Mulock (38.) sorgten für klare Verhältnisse.

Erst im letzten Drittel kamen die Gastgeber durch Paul Traynor (45.), Andreas Morczinietz (59.) und John Laliberte (60.) zu ihren Toren. (Stenogramme: Der 50. Spieltag)

Ullmann Matchwinner beim Derby

Die Krefeld Pinguine verlieren das Spitzenduo allmählich aus den Augen. Die Rheinländer verloren gegen die Iserlohn Roosters 2:3 (1:0, 0:0, 1:2, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen und liegen nun als Dritter fünf Punkte hinter den Eisbären.

Einen Rückschlag musste auch der Vierte Düsseldorfer EG hinnehmen. Der achtmalige Meister verlor das 190. rheinische Derby bei den Kölner Haien mit 3:4 (2:0, 1:1, 0:2, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen.

Matchwinner bei den Haien, die damit die "Rote Laterne" des Tabellenletzten an die Hamburg Freezers abgaben, war Christoph Ullmann. Der Kölner Kapitän erzielte alle vier Tore.

Fedorchuk mit Weißer Weste

Die Straubing Tigers dagegen setzten ihre Erfolgsserie unter ihrem neuen Trainer Dean Fedorchuk fort. Beim 5:2 (3:1, 2:0, 0:1) gegen die Nürnberg Ice Tigers gelang der dritte Erfolg im dritten Spiel seit dem Rauswurf von Coach Jürgen Rumrich.

Mit 61 Punkten haben die Bayern nun wieder die direkte Qualifikation für die Play-offs vor Augen.

Für Straubing war Justin Mapletoft mit zwei Toren der Matchwinner.

Scorpions schlagen Augsburg

Nach zuletzt zwei Niederlagen nahm auch Titelverteidiger Hannover Scorpions wieder Platz sechs ins Visier. Die Niedersachsen besiegten in der Neuauflage des Vorjahresfinales den Vizemeister Augsburger Panther mit 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) und verbesserten sich ebenfalls auf 61 Zähler.

Der Augsburger Mike Radja glich in der 46. Minute die Führung der Scorpions durch Paul Manning (23.) aus. Routinier Tore Vikingstad (49.) und Matt Dzieduszycki (60.) sicherten dem Meister dann doch noch den Sieg.

Augsburg droht mit 56 Punkten dagegen ein frühes Saisonende.

Die Plätze neun und zehn tauschten der ERC Ingolstadt und die Adler Mannheim nach einem 5:4 (1:1, 2:2, 1:1, 1:0) nach Verlängerung im direkten Vergleich. Beide Klubs weisen 61 Zähler auf.

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