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Das 182. rheinischen Derby gewannen die Kölner Haie nach Verlängerung © getty

Nach dem rheinischen Derby lässt sich Haie-Coach Clayton Beddoes zu Lobeshymnen hinreißen. Sein Gegenüber ist sauer.

Berlin/Köln - DEG-Coach Harold Kreis schüttelte stocksauer den Kopf, sein Kölner Trainerkollege Clayton Beddoes strahlte vor Stolz.

Der 6:5-Erfolg der Kölner Haie nach Verlängerung im unterhaltsamen 182. Derby gegen den großen Rivalen Düsseldorfer EG hat für Jubel auf der einen und viel Frust auf der anderen Seite des Rheins gesorgt.

"Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft", sagte Haie-Coach Beddoes und ließ sich für seine Verhältnisse zu einer Lobeshymne hinreißen: "Es spricht für den Charakter der Spieler, wenn das Team gegen eine so starke Mannschaft ins Spiel zurückkommt."

Köln dreht 3:5-Rückstand

Bis sieben Minuten vor der Schlusssirene lagen die Kölner (Datencenter: Teamseiten) vor 12.954 Zuschauern noch mit 3:5 hinten, ehe Treffer von Stephane Julien (53.), Christoph Melischko (58.) und Oldie Dave McLlwain nach 3:22 Minuten in der Verlängerung das Spiel noch drehten.

"Das war heute ein ständiges Auf und Ab auf dem Eis mit einem starken Ende für uns", sagte der 41 Jahre alte Siegtorschütze McLlwain.

Kreis ärgert sich schwarz

Des einen Freud war des anderen Leid. "Ich kann meinen Ärger kaum in Worte fassen, dass wir dieses Spiel noch aus der Hand gegeben haben", sagte DEG-Trainer Kreis und haderte mit den Konzentrationsschwächen seiner Spieler.

Mit unnötigen Strafzeiten und einer schwachen Chancenauswertung brachten sich die Düsseldorfer selbst um den Sieg.

Fingerbruch bei Piros

"Solche Sachen sind uns zuletzt öfters passiert. Das müssen wir schnellstens abstellen", forderte der frühere Nationalspieler. (Datencenter: Ergebnisse)

Während die DEG den Sprung auf Platz zwei verpasste, hält der leichte Aufwärtstrend der Kölner an.

Nach einem völlig verpatzten Saisonstart mit sieben Niederlagen sind die Play-off-Plätze wieder in Reichweite. In den kommenden Spielen müssen die Haie allerdings auf Stürmer Kamil Piros verzichten. Der 30-jährige Tscheche erlitt im rheinischen Derby einen Bruch des kleinen Fingers.

Eisbären mit Mühe

Die Eisbären Berlin haben derweil die Tabellenspitze wieder im Visier. Dabei bekleckerte sich der Meister beim mühsamen 3:2 gegen Schlusslicht Füchse Duisburg keinesfalls mit Ruhm.

Überheblichkeit stritt Trainer Don Jackson als Grund für den schwache Auftritt seines Teams aber ab: "Das mag so ausgesehen haben, aber das glaube ich nicht."

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