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Die erste Partie in Iserlohn gewannen die Roosters gegen die Kölner Haie mit 4:2 © imago

Der vorletzte Spieltag steht ganz im Zeichen der Playoff-Quali. In Iserlohn kommt es zum Showdown. München kann die Saison krönen.

Von Jakob Gajdzik

München - Der Countdown in der DEL läuft.

Zwei Spieltage vor dem Ende der regulären Saison und dem Beginn der Playoffs nimmt die Hitze auf dem Eis zu.

Am meisten umkämpft sind die Plätze neun und zehn, die als letzte die Teilnahme an den Pre-Playoffs garantieren. Um diese streiten sich mit Nürnberg, Köln, Iserlohn und Hamburg noch vier Mannschaften (ab 19.30 Uhr LIVESCORES).

In der Pole Position befinden sich die Ice Tigers, die auf dem neunten Platz mit einem Sieg gegen die bereits für die erste Runde qualifizierten Mannheimer alles klar machen können.

Trend spricht gegen die Ice Tigers

Sollte es allerdings bei den Adlern und im letzten Spiel gegen Krefeld zwei Niederlagen geben, könnte es für die Franken noch den Super-GAU geben.

Der Trend spricht nicht unbedingt für die Nürnberger.

Von den letzten elf Spielen verloren sie acht und veranlassten mit dieser Negativserie sogar Hauptsponsor Tomas Sabo zu einem offenen Brief.

"Fehlende Motivation und Unkonzentriertheit" lauteten die Hauptvorwürfe an die Kufen-Cracks der Ice Tigers. Mit den Pre-Playoffs hätten die Nürnberger immerhin das Mindestziel erreicht.

Alles oder Nichts in Iserlohn

Zu einem Alles-oder-Nichts-Spiel kommt es zwischen dem Tabellenzehnten Kölner Haie gegen die Iserlohn Roosters, die zwei Plätze weiter unten rangieren.

Das Brisante: Beide haben bereits eine Partie mehr als die Konkurrenz gespielt und treffen zum Abschluss im direkten Duell aufeinander. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Klar ist: Verliert Iserlohn, dürfen sie bereits vorzeitig den Urlaub buchen, verlieren die Haie in der regulären Spielzeit, ereilt sie das gleiche Schicksal.

"Für uns zählen nur drei Punkte. Daher spielen wir voll auf Sieg", ist sich Iserlohns Top-Scorer Michael Wolf der Situation bewusst. Für die Roosters wäre es die zweite Playoff-Teilnahme in der Klubgeschichte.

Haie-Trainer Niklas Sundblad blickt mit Vorfreude auf den Showdown am Seilersee: "Das ist ein großes Spiel. Auf solche Partien arbeitet man hin. Dafür machen wir diesen Sport."

Freezers als lachender Dritter?

Der lachende Dritte in diesem Duell könnten die Hamburg Freezers sein. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Die Hanseaten rangieren auf dem elften Rang einen Punkt hinter Köln. Gewinnen die Freezers ihre beiden Partien gegen Hannover und in Berlin, sind sie drin in den Pre-Playoffs. Unabhängig vom Ergebnis in Iserlohn.

Alexander Barta schickte schon die erste Warnung an die Konkurrenz in den Westen der Republik: "Wir haben die Playoffs selbst in der Hand und sind nun noch heißer auf einen Sieg am Freitag gegen Hannover."

München kann Saison krönen

Weitaus entspannter kann Aufsteiger EHC München in die letzten beiden Spiele gehen und kann die bisher starke Saison mit der direkten Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale krönen.

Dafür könnte bereits am vorletzten Spieltag ein Sieg bei den Eisbären aus Berlin reichen, wenn die Konkurrenten aus Ingolstadt (gegen Straubing) und Mannheim ihre Spiele verliert.

Ein Fernduell um den zweiten Platz, der bis zum Halbfinale das Heimrecht in allen entscheidenden Playoff-Partien garantiert, findet zwischen den Eisbären und den Düsseldorfer Metro Stars statt.

Die Rheinländer gehen mit drei Punkten Vorsprung in die letzten Spiele und treten in der nächsten Partie beim Tabellenletzten aus Augsburg an. Vorteil DEG also.

Wolfsburg nur noch theoretisch zu verdrängen

Für die Eisbären, die die direkte Qualifikation aber ebenfalls bereits in der Tasche haben, ist die endgültige Platzierung scheinbar unwichtig, glaubt man Stürmer Alexander Weiß. "Letzten Endes ist es auch egal, auf wen wir im Viertelfinale treffen", so der 24-Jährige.

Ganz entspannt betrachtet Liga-Primus Wolfsburg die Lage von ganz oben.

Mit sechs Punkten und 26 Toren Vorsprung auf den Zweitplatzierten aus Düsseldorf ist dem EHC der erste Platz und somit der Heimrecht in allen entscheidenden Playoff-Partien nur noch theoretisch zu nehmen.

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