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Niki Goc (links) kommt in den Playoffs in der Plus-Minus-Statistik auf plus vier © imago

Den Adlern droht im Spiel 4 bei der DEG das Aus, doch Niki Goc sieht Mannheim "auf dem richtigen Weg". Hannover ohne den Beinbrecher.

Von Michael Spandern

München - Das Aus vor Augen, die Kurskorrektur nicht auf dem Zettel: Nationalspieler Niki Goc schickt den DEL-Rekordmeister Adler Mannheim mit der Parole Weiter-so ins Spiel 4 der Viertelfinals gegen die DEG Metro Stars.

"Wir wissen, dass wir gut drauf sind. Wir spielen gut, müssen die Scheibe aber auch ins Tor bringen. Wenn wir so weiterspielen, dann sind wir auf dem richtigen Weg", verkündet der Verteidiger, dessen Team nach dem 7:2-Auftaktsieg durch zwei Pleiten in Rückstand geriet.

Auch die Krefeld Pinguine stehen in Spiel 4 gegen Titelverteidiger Hannover Scorpions mit dem Rücken zur Wand, während der ERC Ingolstadt gegen die Eisbären Berlin (alle Spiele ab 19.30 Uhr LIVESCORES) auch den zweiten Matchball abwehren will. (STENOGRAMME: Viertelfinals)

Aubin plötzlich der Hoffnungsträger

Anders als Goc beängelt Adler-Coach Harold Kreis nach dem 0:1 in Düsseldorf vom Dienstag nicht nur die Chancenverwertung: "Wir haben unsere Spielweise nicht 100 Prozent durchgezogen. Einige Spieler wollten zu viel und den Sieg in Düsseldorf zu früh erzwingen. Dieses ,mehr wollen' hat zu vielen Scheibenverlusten und Kontern geführt."

Einig sind sich die Mannheimer, dass ihre mangelnde Durchschlagskraft den DEG-Keeper Jean-Sebastien Aubin aus der Krise geholt hat.

Der Kanadier - nach der Klatsche in Spiel 1 noch unter Beschuss und vom Trainer Jeff Tomlinson als trainigsfaul, dick und uneinsichtig abgewatscht - ist nun zum Hoffnungsträger am Rhein aufgestiegen: "JS ist ein sehr stolzer Mensch. Er war nach der heftigen Kritik bei der Ehre gepackt und hat es allen gezeigt", erklärt sein Mitspieler Connor James im "Express".

Und sein Sturmkollege Patrick Reimer ergänzt: "Nur mit einem Torwart in einer optimalen Verfassung kannst du in den Playoffs weit kommen."

Weiß in die vierte Reihe verbannt

Dass wollen auch die Eisbären Berlin, die in der Hauptrunde viermal den Ingolstädtern unterlegen waren.

Den ersten Matchball hatten sie durch schwaches Powerplay - unter anderem einem nicht genutzten 5 gegen 3 kurz vor Schluss - vergeben. (Auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Die Ingolstädter könnten auch deshalb mehr zuzusetzen haben, da sie mit vier Sturmreihen agieren. Eisbären-Coach Don Jackson setzt hingegen seine vierte, in die er auch Nationalspieler Alex Weiß verbannte, nur noch selten ein.

Oberschenkelbruch bei Pinguin Tepper

Die Hannover Scorpions führen in ihrer Serie gegen Krefeld nur aufgrund ihrer Comeback-Qualitäten: Dreimal verschliefen sie den Start, zweimal drehten sie den Spieß noch um.

Die Pinguine dürften allerdings mit einiger Wut im Bauch aufs Eis gehen: Schließlich erlitt ihr Stürmer Marvin Tepper einen Oberschenkelbruch, nachdem David Wolf ihm ein Bein stellte.

Der Hannoveraner ist nach seiner zweiten Spieldauer-Disziplinarstrafe in den Playoffs automatisch gesperrt.

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